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Stadt begleitet Bahnhofsbrückenbau mit Marketingkonzept

Im Westen was Neues

Paderborn (WB). Der Neubau der Bahnhofsstraßenbrücke und die damit einhergehende 14-monatige Vollsperrung der Bahnhofstraße ist eine der folgenträchtigsten Baustellen für den städtischen Verkehr. Deshalb investiert die Stadt Paderborn nicht nur in die Baustelle selbst, sondern auch in ein begleitendes Kommunikationskonzept. Unter dem Motto „Im Westen was Neues“ sollen ­Anlieger, Pendler und interessierte Bürger aller Altersklassen künftig regelmäßig über die Großbaustelle auf dem Laufenden gehalten werden.

Maike Stahl

Im Zuge der Vorarbeiten für die neue Bahnhofsbrücke sind bereits Gehölze entlang der Bahnstrecke auf Seite der Kleingärten entfernt worden. Die eigentlichen Bauarbeiten starten im Januar 2022 und sollen im März 2024 beendet sein. Foto: Jörn Hannemann

„Dazu wird es auch eine App geben, denn es muss allen Interessierten rechtzeitig klar sein, welche Baumaßnahmen und welche Einschränkungen zu welcher Zeit zu erwarten sind“, erläuterte Margit Hoischen, Leiterin des Straßen- und Brückenbauamtes, am Donnerstag im Bauausschuss. „Uns ist es wichtig, frühzeitig zu informieren und gleichzeitig auch die Baumaßnahmen zu erläutern.“

Planungen nahezu abgeschlossen

Die Planung für die anstehenden Arbeiten sei nahezu abgeschlossen, erläuterte Hoischen. Außer der Brücke müssen auch Kanäle in großem Umfang erneuert und die Straße saniert werden. Die neue Brücke soll versetzt zur bisherigen errichtet werden. Insgesamt ist dafür eine Bauzeit von 26 Monaten veranschlagt worden. 14 Monate davon soll die Bahnhofsstraße voll gesperrt sein. „Die Vollsperrung ist für die Zeit von Januar 2023 bis März 2024 vorgesehen“, sagte ­Hoischen. Gute Nachrichten hatte sie für Radfahrer: Der beidseitig geplante Radweg werde von den geplanten 1,50 Meter auf jeweils 1,60 Meter verbreitert.

Vorarbeiten haben begonnen

Erste Vorarbeiten seien bereits im Gang. So seien auf Seite der Kleingärten schon Gehölze entfernt, die Archäologen seien bereits tätig und die Versorger über die anstehende Baumaßnahme informiert worden. Auch der Förderantrag ist laut Hoischen bereits gestellt. Derzeit laufe die Abstimmung mit der Deutschen Bahn über die Baugrundunter­suchungen. „Unser Zeitplan hat bisher unverändert Bestand. Ob wir ihn so einhalten können, ist aber natürlich auch abhängig davon, was wir im Untergrund vorfinden“, erläuterte die Fachfrau.

Vor dem Start der eigentlichen Brückenbauarbeiten im Januar 2022 wird im Juli 2021 der Fahrdraht für die Bahnstrecke Paderborn-Hamm erneuert, der unter der Brücke herführt. „Das ist mit entsprechenden Sperrpausen verbunden, an denen sich unsere Maßnahmen ausrichten“, sagte Hoischen. Derzeit seien aber alle Beteiligten positiv gestimmt, dass alles wie geplant ablaufen könne.

Auf Nachfrage von CDU-Ratsherr Markus Mertens bestätigte Hoischen, dass viele Baustellen derzeit in der Stadt im Zusammenhang mit der bevorstehenden Großbaumaßnahme stehen. „Die Kollegen schauen im Moment sehr bewusst hin, was vor dem Start an der Bahnhofstraße fertiggestellt werden kann. Denn im Moment läuft die Abstimmung bezüglich der dann nötigen Umleitungsstrecken und die sollten dann nicht durch weitere Baustellen behindert werden.“

Reinhard Borgmeier (Links-Fraktion) regte zudem an, dass es im Herbst 2022 eine weitere Anliegerversammlung geben solle, bei der diesen alle Planungen auch noch einmal vorgestellt werden sollen. Diese Anregung nehme sie auf, sagte Hoischen.

Positiv zur Kenntnis genommen wurde der Sachstandsbericht schließlich von allen Ratsfraktionen. Die SPD enthielt sich, weil sie sich gegen die Variante entschieden hatte, die nun umgesetzt wird. Diese bedingt zwar eine kürzere Vollsperrung der Straße, dafür wird die neue Brücke aber auch höher und der Anstieg, den Radfahrer dort zu bewältigen haben, entsprechend ambitionierter.

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