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Paderborn: Nordwestdeutsche Philharmonie spielt in der Paderhalle Werke von Schostakowitsch und Schubert

Im Zeichen sorgenvoller Zeiten

Paderborn

Für das Paderhallen-Sinfoniekonzert am vergangenen Mittwoch hatte die Nordwestdeutsche Philharmonie unter dem Gastdirigat von Jamie Phillips zwei bemerkenswerte und äußerst anspruchsvolle Werke der Musikliteratur ins Programm genommen: das 2. Cellokonzert (1966) von Dmitri Schostakowitsch und die C-Dur-Sinfonie von Franz Schubert „Die Große“ D 944.

Von Hermann Knaup

Unter der Leitung vom Jamie Phillips spielten Alexander Hülshoff und die Nordwestdeutsche Philharmonie das 2. Cellokonzert von Schostakowitsch Foto: Hermann Knaup

Es ist schon ein beinahe schicksalhafter Zufall, dass das 2. Cellokonzert op. 126 von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) ausgerechnet auf der Krim entstand und dessen 2. Satz obendrein die Melodie eines Straßenliedes aus Odessa enthält. Ebenso ist die überwiegend tragische Biografie des Komponisten, der unter dem Stalin-Terror Phasen der Anerkennung sowie einer extrem bedrohlichen, propagandistischen Diskreditierung erfuhr, angesichts des unsäglichen Ukraine-Krieges wieder erschreckend aktuell. Jahrelang musste auch Schostakowitsch fürchten, nachts von Stalins Geheimdienst wegen seiner nicht immer konformen Musik „abgeholt“ zu werden.

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