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Auch Kundgebung auf dem Domplatz geplant – „Bündnis gegen Rechts“ übt Kritik

Initiative „Grundrechte Paderborn“ plant erneut Autokorso

Paderborn

Die Initiative „Grundrechte Paderborn“ plant für diesen Samstag erneut einen Autokorso durch Paderborn. Wie die Initiative mitteilte, soll der Autokorso um 13 Uhr auf dem Uni-Parkplatz am Mersinweg 3 starten. Ziel sei der Maspernplatz. Ab 15 Uhr sei eine Kund­gebung auf dem Domplatz geplant.

wn

Die Veranstaltung stehe unter dem Motto „Es reicht uns“ und richte sich gegen die Coronaschutzmaßnahmen. „Uns treibt die Sorge, dass die nach unserer Auffassung unverhältnismäßigen Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie unseren Rechtsstaat schwer beschädigen“, schreibt Raphael Schlaff, Gründer der Initiative und nach eigenen Angaben Buchhändler in Altenbeken, in einer Mitteilung.

Das Paderborner „Bündnis gegen Rechts“ kritisiert die Initiative unterdessen. „Zivilgesellschaft­licher Diskurs über die Corona-Maßnahmen ist gut und wünschenswert für eine Demokratie. Was nicht gut für unsere Demokratie ist, sind unsolidarische Kampagnen, die den Zusammenhalt der Bevölkerung brechen sollen, die Anstrengungen und Leiden unserer Pflegekräfte verhöhnen und mit antisemitischen Verschwörungstheorien liebäugeln“, schreibt das Bündnis. Mitglieder der Initiative hätten mit Ortsgruppen der Querdenkerbewegung bei einem Autokorso vor der Errichtung einer „neuen Weltordnung und anderen Fantasiegebilden gewarnt“. „Dies ist ein mittlerweile wohlbekannter Anstrich des modernen Antisemitismus. In der Vergangenheit nahmen an ähnlichen Demonstrationen in Paderborn ehemalige Führungskader der völkisch-neonazistischen Heimattreuen Deutschen Jugend sowie Mitglieder des neurechten Thule-Seminars teil“, schreibt das Bündnis weiter.

In diesem Zusammenhang kritisiert das Bündnis auch die Berichterstattung dieser Zeitung über den Autokorso am 11. April, die unkritisch gewesen und ohne Einordnung erfolgt sei.

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