1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Paderborn
  6. >
  7. Jetzt geht’s los: Stadthaus-Bau beginnt

  8. >

Gebäude mit Bibliothek und zwölf Wohnungen soll Ende 2019 bezugsfertig sein

Jetzt geht’s los: Stadthaus-Bau beginnt

Salzkotten (WB/han). Erster Spatenstich für ein Bauprojekt, das das Gesicht der Innenstadt verändern wird: In Salzkotten haben die Bauarbeiten für das neue Stadthaus offiziell begonnen.

Beim ersten Spatenstich für das Salzkottener Stadthaus (von links) Klaus Menzel (Bauunternehmen Hagelüken), stellvertretende Bürgermeisterin Betty Keuper, Bauausschussvorsitzender Karl Schrewe, Bürgermeister Ulrich Berger, Architekt Marek Buchenau, Fachbereichsleiter Ludwig Bewermeier, stellvertretender Fachbereichsleiter Martin Westermeier, Architekt Andreas Breithaupt, Architekt Ulrich Kalle und Ausschussvorsitzender Lothar Spranke. Foto: Hanne Hagelgans

Das 2,85 Millionen Euro teure Gebäude wird im Erdgeschoss die Stadtbibliothek beherbergen, im ersten und zweiten Obergeschoss entstehen insgesamt zwölf Wohnungen in Größen zwischen 60 und 80 Quadratmetern. Für das Erdgeschoss mit Bücherei gibt es eine 70-prozentige Förderung aus Städtebaufördermitteln in Höhe von 750.000 Euro.

Die Bibliothek mit jährlich mehr als 100.00 Ausleihen und 40.000 Kundenkontakten soll als Frequenzbringer für die Innenstadt wirken, erläuterte Bürgermeister Ulrich Berger gestern während des symbolischen ersten Spatenstichs. Denn auch in Salzkotten habe der Einzelhandel mit der Nähe zum Oberzentrum Paderborn und der Online-Konkurrenz zu kämpfen, und es gebe Leerstände im Zentrum. »Frequenz tut der Innenstadt gut«, ist der Bürgermeister überzeugt. Zugleich, so Berger weiter, biete das Stadthaus »dringen benötigten Wohnraum«. Entstehen sollen in den beiden Obergeschossen insgesamt 908 Qua­dratmeter Wohnraum. Das Erdgeschoss bietet 363 Quadratmeter Platz für die Bibliothek.

Nach dem Abriss zweier baufälliger und lange leer stehender Häuser auf dem Filetgrundstück Lange­straße/Ecke Marktstraße wurde die Stadt selbst zum Bauherren. Denn auf dem freien Markt fand sich kein Investor. Mittlerweile, so Berger auf Nachfrage, sei ein Drittel der zwölf Wohnungen an private Eigentümer verkauft. Die übrigen sollen ebenfalls vermarktet werden.

Nachdem eine archäologische Untersuchung im Baugrund ein historisches Pflaster aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zutage gefördert hatte, wurde der Plan einer Komplettunterkellerung mit Tiefgarage fallen gelassen. Statt dessen bekommt das Gebäude nun einen Teilkeller. In der Bibliothek soll das alte Pflaster verglast und sichtbar gemacht werden.

Wie Fachbereichsleiter Ludwig Bewermeier erläuterte, läuft bereits seit drei Wochen die Grundwasserabsenkung. Denn der Baugrund enthält durch die Nähe zur Heder viel Wasser. Ziel sei es, in diesem Jahr mit den Bauarbeiten so weit voran zu kommen, dass im Dezember die Fenster eingesetzt werden können. Über den Winter sollen dann die Installationen im Gebäudeinneren erfolgen. Ende kommenden Jahres, so der Plan, soll das Stadthaus, das die Giebelständigkeit der umliegenden Häuser aufnimmt, bezugsfertig sein.

Startseite