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Explodierende Strompreise: Paderborner Windkraft-Pionier befürwortet Abschöpfung

Johannes Lackmann: „Wir brauchen die hohen Gewinne nicht“

Paderborn

Auf den ersten Blick mag es überraschen – aber Windkraft-Pionier Johannes Lackmann spricht sich für eine drastische Abschöpfung der hohen Gewinne im Strommarkt durch den Staat aus. Auch wenn das zulasten der eigenen Aktivitäten als Geschäftsführer des Paderborner Windpark-Betreibers Westfalenwind geht, der gerade prächtig verdient. Doch Lackmann sagt klipp und klar: „Wir brauchen die hohen Gewinne nicht. Mit diesen Strompreisen fährt das ganze Land vor die Wand.“

Westfalenwind-Geschäftsführer Johannes Lackmann spricht sich für eine Kappung der Erlöse auch von Windparkbetreibern aus. Foto: Jörn Hannemann

Vor allem auch im Bereich der Erneuerbaren Energien sind die Produktionskosten für Strom in der Krise quasi gleichgeblieben, während die Börsenstrompreise immer neue Hochstände erklimmen. Im Schnitt lagen die Erlöse in den vergangenen Wochen im Börsenhandel bei rund 50 Cent je Kilowattstunde – in den Vorjahren waren es rund fünf Cent. „Wir brauchen maximal 10 Cent je Kilowattstunde – alles darüber, wie die von der EU angedachten 20 Cent, ist viel zu viel. Das macht nur faul und satt und führt auch zu Fehlentwicklungen", sagt Lackmann.

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