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Kreisjugendring Paderborn gegründet – Philip Varges und Christian Jungk sind Vorsitzende

Jungen Menschen eine Stimme geben

Paderborn

Nach einem zweieinhalbjährigen Prozess unter Begleitung des Landesjugendrings NRW haben elf Jugendverbände jetzt in einer digitalen Veranstaltung den Kreisjugendring Paderborn gegründet. Dabei wurden Philip Varges aus der katholischen Jugend und Christian Jungk aus der Kreissportjugend Paderborn zu Vorsitzenden gewählt.

wn

Die Gründungssitzung des Kreisjugendrings Paderborn fand digital statt. Der Prozess von der Idee bis zur Gründung dauerte mehr als zwei Jahre.

„Zwar hätten wir uns einen schöneren Rahmen gewünscht, unsere Gründung auch zu feiern“, bedauert Philip Varges, „doch finden wir es wichtiger, die Arbeit für Kinder und Jugendliche im Kreis aufzunehmen, anstatt auf ideale Rahmenbedingungen für einen formalen Akt zu warten.“

Das Vorstandsteam besteht aus sieben Aktiven aus fünf verschiedenen Verbänden. Die Corona-Pandemie macht es deutlich: Oft wird über Kinder und Jugendliche gesprochen. Selten stehen aber ihre Bedürfnisse und Perspektiven im Mittelpunkt von Entscheidungen.

„Wir wollen unsere Kräfte aus großen und kleinen Organisationen bündeln und gemeinsam einen Beitrag leisten, dass junge Menschen in Politik und Gesellschaft mit ihren Anliegen stärker gehört und ernst genommen werden,“ skizziert Vorsitzender Christian Jungk einen Teil des Auftrags. „Die UN-Kinderrechtskonvention schreibt jedem jungen Menschen seit fast 30 Jahren umfassende Mitwirkungsrechte zu, doch verwirklicht sind sie in Deutschland nur selten. Dazu wollen wir im Kreis Paderborn einen Beitrag leisten.“

Gleichzeitig möchte der Kreisjugendring die Rahmenbedingungen der Jugendarbeit in den Blick nehmen. „Gerade vor dem Hintergrund unsicherer werdender öffentlicher Finanzen ist es wichtig, die non-formalen und informellen Bildungsbereiche – wie die Jugendarbeit – nachhaltig aufzustellen und abzusichern“, beschreibt Philip Varges eine Herausforderung für das Team des Kreisjugendrings. Wie wichtig Ferienfreizeiten, Sportangebote, Gruppenstunden und Bildungsmaßnahmen seien, werde ja gerade in der Pandemie deutlich. Mit den Jugendämtern im Kreis sei man bereits im Dialog und hoffe auf gute Zusammenarbeit mit den demokratischen Parteien im Kreis.

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