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Schulbezogene Sozialarbeit im Kinderbildungshaus in Paderborn

Kinder sollen es leichter haben

Paderborn

Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule ist für jedes Kind eine neue und spannende Erfahrung. Um den Kindern die Unsicherheit vor der neuen Situation zu nehmen und am bisherigen Bildungsverlauf anzuknüpfen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtung, Grundschule und Elternhaus besonders wichtig.

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Arbeiten gemeinsam zum Wohl der Kinder (von links): Kerstin Liggesmeier (Schulsozialarbeiterin im Kinderbildungshaus Paderborn), Petra Erger (Amtsleiterin Jugendamt Stadt Paderborn), Wolfgang Walter (Sozial- und Schuldezernent der Stadt Paderborn), Britta Vollmann (Koordinatorin des Bildungsbüros Kind & Ko der Stadt Paderborn) und Magdalena Parakenings (Schulsozialarbeiterin im Kinderbildungshaus Sande). Foto: Annkatrin Domann

In den Kinderbildungshäusern der Stadt Paderborn gibt es daher die zusätzliche Ressource der schulbezogenen Sozialarbeit. „Die Schulsozialarbeiterin ist für alle Kinder, Eltern sowie pädagogischen Fach- und Lehrkräfte eine wichtige Ansprechperson und bildet den roten Faden im Übergang zwischen Kita und Grundschule“, betont Britta Vollmann, Koordinatorin im Bildungsbüro Kind & Ko und verantwortlich für die Begleitung der Übergangsgestaltung.

Die Vorteile eines Kinderbildungshauses erleben die Kinder beispielsweise in Projekten wie dem „Sozialen Lernen“, bei dem Kita- und Schulkinder regelmäßig in ihren sozialen und emotionalen Kompetenzen gestärkt werden. Darüber hinaus stehen praxisnahe Aktivitäten in „Lernwerkstätten“ oder in einer „Projektwoche“ im Fokus, wo Kita- und Schulkinder gemeinsam lernen, forschen und experimentieren.

„Diese Aktionen ermöglichen uns den Aufbau einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Kindern“, sagt Kerstin Liggesmeier, Schulsozialarbeiterin im Kinderbildungshaus Paderborn an der Stephanusschule mit den beiden städtischen Kitas Lange Wenne und Fontane.

Ein weiterer Baustein in der alltäglichen Arbeit ist die Unterstützung, Beratung und Begleitung von Kindern und Eltern in besonderen Situationen. Die Schulsozialarbeiterinnen führen Elterngespräche durch oder nehmen auch an Gesprächen mit Kita und Grundschule teil.

Das Kinderbildungshaus Sande besteht aus der Grundschule Sande, der städtischen Kita Kinderhaus am Lippesee, der städtischen Kita Sande sowie der katholischen Kita St. Marien. Die Schulsozialarbeiterin Magdalena Parakenings erklärt ihre dortige Arbeit: „Uns ist es wichtig, dass wir die Eltern in der Übergangszeit zielorientiert beraten und auf persönliche Fragen eingehen, um im Sinne der Kinder zusammenzuarbeiten“.

In der aktuellen Situation können nicht alle Aktionen wie gewohnt stattfinden, jedoch werden die Angebote der Pandemielage flexibel angepasst. Die Schulsozialarbeiterinnen haben Lösungen gefunden, um mit den Kindern in Kontakt zu treten: so beispielsweise Besuche auf dem Außengelände der Kita, das Schreiben von Briefen oder das angepasste Angebot des Sozialen Lernens in kleinen Gruppen von Kita-Kindern.

Die Beratungsmöglichkeit für Eltern und pädagogische Fachkräfte besteht natürlich auch weiterhin. Telefonisch und per E-Mail sind die Sozialarbeiterinnen in den Grundschulen erreichbar. Auch das Bildungsbüro Kind & Ko steht für allgemeine Fragen zur Übergangsgestaltung jederzeit zur Verfügung.

„Ich freue mich, dass die gemeinsame Bildungsarbeit in Kita und Grundschule stets fortgeführt und weiterentwickelt wird – gerade auch in dieser besonderen Zeit“, sagt Wolfgang Walter, Sozial- und Schuldezernent der Stadt. Die Schulsozialarbeiterinnen in den Kinderbildungshäusern bilden hierbei den wichtigen roten Faden und haben dazu einen eigenen Flyer mit ihren konkreten Aufgaben erstellt. Dieser kann über die jeweiligen Kinderbildungshäuser und das Bildungsbüro Kind & Ko angefordert werden.

Weitere Informationen erhalten Interessierte online auf der Internetseite www.kindundko-paderborn.de oder telefonisch unter 05251/88-11183.

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