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Dr. Thomas Witt als Pfarrer und Pastoralverbundsleiter in Elsen eingeführt

„Kirche ist kein Selbstzweck“

Paderborn-Elsen (WB). „Es ist sicher eine der vornehmsten Aufgaben eines Dechanten, Pfarrer in ihre Ämter einzuführen, was allerdings in unserer Zeit nicht mehr so häufig vorkommt.“ Mit diesen tiefgründigen Worten eröffnete Dechant Pfarrer Benedikt Fischer vor wenigen Tagen den feierlichen Gottesdienst in der Elsener Pfarrkirche.

Der neue Pfarrer für St. Dionysius Elsen und Pastoralverbundsleiter Dr. Thomas Witt bei seiner Predigt. Foto:

Drei Wochen zuvor war an dieser Stelle Pfarrer Wolfgang Brinkmann in den wohlverdienten Ruhestand und damit aus seinen Ämtern verabschiedet worden. Dadurch wurde nicht nur ein neuer Pfarrer für St. Dionysius Elsen benötigt, auch die Stelle des Pastoralverbundsleiters war damit vakant. Bereits vor einigen Jahren legte das Erzbistum fest, dass mit dem Ruhestand Brinkmanns auch die Zusammenführung der Pastoralverbünde Elsen-Wewer und Borchen zum Pastoralen Raum Elsen-Wewer-Borchen vollzogen würde. Zum neuen Leiter bestellte Erzbischof Hans-Josef Becker Domkapitular Dr. Thomas Witt, der vor einem Jahr bereits die Leitung des Pastoralverbundes Borchen übernommen hatte.

Gottesdienst live im Internet

Die Kirche war wieder – soweit es die Corona-Bestimmungen zuließen – gut gefüllt: Neben Abordnungen der einzelnen kirchlichen Gruppen, der Schützenvereine, der Feuerwehr, der sechs weiteren Gemeinden des neuen Pastoralen Raumes und der Familie des neuen Pfarrers, fanden auch noch interessierte Gemeindemitglieder Platz, um Dr. Thomas Witt einen herzlichen Empfang zu bereiten. Als Zeichen der Zusammengehörigkeit im Pastoralen Raum hatte Witt die Mitbrüder seines Teams zur Konzelebration eingeladen: Gekommen waren Pastor Andreas Kreutzmann, Pastor Markus Berief aus Alfen und Vikar Lübker aus Kirchborchen. Zudem feierten der neue Elsener Vikar Thorsten Hasse, Pfarrer i.R. Wolfgang Brinkmann und Propst Dietmar Röttger aus Soest den Gottesdienst mit. Für das Paderborner Domkapitel, welchem Dr. Witt weiterhin angehören wird, waren Dompropst Monsignore Joachim Göbel und Domvikar Monsignore Gregor Tuszynski zugegen.

Dechant Fischer verlas zu Beginn des Gottesdienstes, der auch live im Internet übertragen wurde, die Ernennungsurkunde des Erzbischofs und forderte ihn anschließend auf, sich zum Priestersitz zu begeben.

Kirche ist kein Selbstzweck

In seiner Predigt ging Witt auf die derzeitigen Umbrüche im gesellschaftlichen und kirchlichen Leben ein, die nicht nur durch Corona und die seit Jahren sinkenden Zahlen der Gemeindemitglieder beeinflusst werden. Er forderte die Anwesenden auf, sich auf Jesus Christus und den eigenen Glauben zu besinnen und schlug damit eine Brücke zum bevorstehenden Neuanfang im Pastoralen Raum Elsen-Wewer-Borchen. „Nur wenn wir wieder das Ziel in den Blick nehmen, als christliche Gemeinschaft zu leben und zu funktionieren, kann die Kirche als solches eine Zukunft haben. Die Kirche ist nicht für sich selbst da – sie ist kein Selbstzweck.“

Am Ende des Gottesdienstes richteten neben dem stellvertretenden Bürgermeister Dietrich Honervogt, auch Schützenoberst Klaus Schäfers und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Elsen, Gerd Müller, Grußworte an den neuen Pfarrer. Sie alle freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm.

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