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10.000 Besucher strömen zur Pader-Kultour

Kultur trifft auf Natur

Paderborn (WB). Ob zu Fuß, per Rad oder mit Bollerwagen: Die Paderkultour hat am Pfingstsonntag 10.000 Menschen ins Grüne und an die Pader gelockt.

Gestatten, Ed Wood! So nennt sich diese märchenhafte Stelzengestalt, die nahe dem Paderwall und den Stadtquellen die Besucher überrascht. Foto:

Am Anfang ein Blick ins Programmheft. Wohin als erstes? Schlosspark, Padersee, Auenpark oder doch Quellgebiet. Die Pader ist zwar Deutschlands kürzester Fluss, wer jedoch alle Programmpunkte der Kult(o)ur erleben will, hat sich viel vorgenommen.

Am, im und über Wasser gibt es auf vier Kilometern allerlei Musik, Kunst und Schauspiel zu sehen. 34 Künstler zeigen an 24 Orten ihr Können. »Wir laufen die gesamte Strecke ab von der Quelle bis zur Mündung«, erzählen Alexander und Vanessa Goeke. »Spazieren gehen und sich immer wieder unterwegs überraschen lassen. Das ist wunderbar.«

Die Studentinnen Lina Hinz und Veronika Muschol vom Fachbereich Mode und Textildesign verwandeln das Paderquellbecken zur Bühne, führen ein »Wasserbaumballett« auf, während ihre Studienkolleginnen bunte Stoff-Fische zwischen Bäumen aufhängen oder den Waschfrauen-Skulpturen mit blauen Fäden das »Wasser« aus der Gießkannen sprudeln lassen. Vor der Paderhalle verschönern die Graffitti-Künstler Lukas Michalski und Klaus Born einen Bauzaun, am Ufer des Padersees spielen Alphornbläser, während in Schloß Neuhaus Artist Julian Bellini Dutzende Eschenstangen und ein paar Flachsseile zu einem hohen Turm auf- und abbaut.

Abtauchen ohne Nass zu werden gelang dem Team von Stelzenläufer und Designer Olaf Leonhard aus Bielefeld. Den ganzen Nachmittag verbrachte er in seinem neuen, historischen 25 Kilo-Taucherkostüm - wohlgemerkt bei sommerlichen Temperaturen und auf Stelzen. »Um die Kostüme möglichst originalgetreu zu gestalten habe ich mit der Historischen Tauchergesellschaft und der Fachfirma zusammengearbeitet. Selbst die Taucher-Flaggen sind authentisch«, erzählt er nicht ohne Stolz.

Organisator Stefan Hermanns hat - wie alle - eine angenehme und entspannte Atmosphäre erlebt. Besonders freut ihn, dass von Studenten über Familien bis hin zu Senioren alle Altersklassen Spaß an der Paderkultour hatten: »Paderborner lieben halt gutes Straßentheater.«

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