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Paderborns Bürgermeister Michael Dreier stellt klar

„Layla“ auf Libori nicht verboten

Paderborn

Der Partysong „Layla“ erhitzt die Gemüter. Auch in Paderborn ist die Debatte über den musikalischen Ohrwurm mit dem fragwürdigen Inhalt angekommen. Die Frage ist: Wird der Song in Paderborn auf dem großen Libori-Fest zu hören sein, oder nicht?

Von Ingo Schmitz

In der „Almhütte“geht es immer besonders heiß her. Da sie  in diesem Jahr ausfällt, stellt sich die Frage, ob Layla in der Almhütte zum Schlager wird, nicht.   Foto: Jörn Hannemann

Anders als beim Stadtfest in Würzburg soll das Abspielen des Partysongs, der als sexistisch kritisiert wird, in Paderborn nicht von der Stadt verboten werden. Das stellte Bürgermeister Michael Dreier am Freitag klar.

„Ganz klar: Ich finde das Lied nicht gut. Sollte es aber in einem Biergarten oder an einem Fahrgeschäft gewünscht und abgespielt werden, dann ist das eben so“, erklärte Dreier auf Anfrage.

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier. Foto: Stadt Paderborn

Die Debatte über das Lied sei aus seiner Sicht völlig ausgeufert. „Ich habe dazu eine ganz klare Meinung: Wir haben in Paderborn und in der Welt wichtigere Themen, als dieses eine Lied. In Paderborn kümmern wir uns rund um die Uhr um die Beseitigung der Schäden und den Wiederaufbau nach dem Tornado vor zwei Monaten. Der Weltfrieden ist durch den Angriff auf die Ukraine gefährdet. Wir helfen unseren Freunden in der polnischen Partnerstadt Przemysl bei der Bewältigung der Kriegsfolgen, wir nehmen hier in Paderborn Menschen aus der Ukraine auf und kümmern uns um sie. Wir haben eine Energiekrise, deren Ausmaße noch gar nicht vollumfänglich für Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen abgeschätzt werden können. Anstatt darüber zu diskutieren, ob das Lied gespielt werden darf, sollten wir uns freuen, dass wir nach zwei Jahren Corona endlich wieder Libori feiern können“, sagte Dreier dieser Zeitung.

Sexistisch oder nicht?

Der Partysong „Layla“ erhitzt die Gemüter, weil er von den einen als sexistisch abgelehnt, von anderen aber als harmlose Unterhaltungsmusik mitgegrölt wird. Schon jetzt haben Paderborner Wirte angekündigt, den Song spielen zu wollen.

Zuvor hatten sich in OWL bereits die Schützen in Schweicheln-Bermbeck festgelegt, dass auf ihrem Schützenfest "Layla" gesungen werden darf.

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