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Typisierungsaktion vom Schützenverein Sennelager geplant

Diagnose Leukämie: Schießmeister Hartwig Jüde aus Paderborn benötigt Hilfe

Paderborn-Sennelager

Hartwig Jüde aus Sennelager ist an Leukämie erkrankt. Er benötigt dringend eine Stammzellenspende. Der 57-jährige Schießmeister des Schützenvereins Sennelager befindet sich in einem äußerst ernsten Gesundheitszustand. Der Verein um Oberst Elmar Fortak will daher alles unternehmen, um dem engagierten Schützen zu helfen. „Lassen Sie sich typisieren“, lautet der Aufruf des Vereins an alle Bürger.

Von Ingo Schmitz

Ein Foto aus besseren Tagen: Hartwig Jüde war im Jahr 2017 Schützenkönig in Sennelager mit Cornelia Ordinas-Sales.

Alle 27 Sekunden erhält irgendwo auf der Welt ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. „Ich lebe seit dem Jahr 2005 mit der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL), habe mehrere Chemotherapien und Operationen hinter mir. In der Zeit wurde auch ein Schilddrüsentumor entfernt. Ich bin immer wieder aufgestanden und weitergegangen“, spricht Hartwig Jüde gegenüber dem WESTFALEN-BLATT offen über seine Krankheit.

Vor ein paar Wochen habe er „unsagbare Knochenschmerzen“ bekommen. Nach etlichen Untersuchungen im Krankenhaus stehe nun fest, dass sich zu der CLL eine Akute Lymphatische Leukämie (ALL) dazugesellt habe. „Nach Angaben von Ärzten ist das äußerst selten. Zwei böse Leukämien kämpfen jetzt gegen mich“, berichtet der Schütze, der die gute Versorgung im Vincenz- und im Brüderkrankenhaus lobt. Aktuell retten ihn Bluttransfusionen über den Tag.

Suche nach genetischem Zwilling hat begonnen

Wirklich helfen könne ihm aber nur eine Stammzellentransplantation. Die Suche nach einem genetischen Zwilling, der als Spender in Frage komme, habe begonnen. Eine wichtige Stütze in seinem Leben sei seine Lebensgefährtin Cornelia Ordinas-Sales. Seit Mittwochabend wird aber deutlich: Es gibt noch deutlich mehr Menschen, die hinter ihm stehen.

Um die Chancen bei der Suche nach einem geeigneten Spender zu erhöhen, möchte der Schützenverein Sennelager nun möglichst schnell mit der DKMS eine Typisierungsaktion durchführen, bei der sich potenzielle Stammzellenspender registrieren lassen können. „Wir sind aber noch ganz am Anfang“, sagte Oberst Elmar Fortak. „Wir benötigen Vorlauf, um das zu organisieren. Erst einmal müssen wir einen Termin finden. Außerdem benötigen wir Geldspenden“, ist sich Fortak bewusst, dass jede Typisierung Geld kostet.

Aufgeben ist keine Option

Die DKMS ist ein Verein, die die Typisierungen über Spenden finanziert. Pro Neuregistrierung wird mit 40 Euro unter anderem für Laborkosten gerechnet. Eine Geldspende sei aber stets freiwillig, erklärte ein DKMS-Sprecher auf Anfrage. Wer sich also sofort registrieren lassen will, kann über www.dkms.de einen Registrierungskit anfordern.

„Aufgeben ist für mich keine Option“, blickt Hartwig Jüde optimistisch nach vorn. Er habe dem Verein versprochen, dass er sein Amt des Schießwarts noch bis zum 25-Jährigen in vier Jahren durchziehen werde – und zwar gemeinsam mit seinem Freund Wolfgang Rings. „Das Versprechen halte ich auch ein“, sagt er kämpferisch.

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