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Sanierung der Paderborner Domkrypta macht Änderungen notwendig

Libori-Prozession geht neue Wege

Paderborn

Die aktuellen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in der Krypta des Paderborner Domes machen nach Angaben des Erzbistums Paderborn neue Wege der traditionellen Prozessionen mit dem Reliquienschrein während des Libori-Triduums notwendig.

Die traditionellen Prozessionen sind Höhepunkte des Libori-Festes. In diesem Jahr wird es dabei zwangsweise neue Wegstrecken geben. Foto: Oliver Schwabe

Der vergoldete Schrein mit den Reliquien des heiligen Liborius, dem Patron von Erzbistum, Dom und Stadt Paderborn, wird bei der Eröffnung des Libori-Festes am Samstag, 23. Juli, und am Dienstag, 26. Juli, bei der Rückführung der Reliquien über neue Wegstrecken getragen. Das ist insbesondere für die Kindersegnung durch Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte am Libori-Dienstag nach der Schlussandacht um 17 Uhr von Bedeutung.

„Der Schrein mit den Reliquien des heiligen Liborius befindet sich aktuell im Margarethenaltar im Westchor unter dem Turm des Domes, da die Krypta saniert und umgebaut wird“, erklärt Dompropst Monsignore Joachim Göbel. Deshalb müsse der Weg der Prozession am Libori-Samstag, wenn die Reliquien erhoben und im vergoldeten Libori-Schrein durch den Dom in den Hochchor getragen werden, entsprechend angepasst werden. Auch am Libori-Dienstag sei eine Änderung des Prozessionsweges notwendig, denn der vergoldete Reliquienschrein könne nicht über den Kleinen Domplatz und durch den Kreuzgang in den Dom zurückgetragen werden. „Die Schreinträger haben bedingt durch die Umbauarbeiten und dem Schutz vor der Treppe zur Krypta einfach nicht den erforderlichen Platz, um ihren Dienst sicher auszuüben“, so der Dompropst.

In der Vesper zur Eröffnung des Liborifestes am Samstag, 23. Juli, zieht die Prozession zur Erhebung der Reliquien zunächst durch den Mittelgang des Domes Richtung Westchor und dann am Paradiesportal vorbei sofort in das südliche Seitenschiff. Lediglich der Erzbischof geht mit den Konoffizianten und den Diakonen in den Westchor zur Erhebung des Schreins. Mit dem vergoldeten Reliquienschrein zieht die Prozession dann vom südlichen Seitenschiff am Altarraum vorbei ins nördliche Seitenschiff in Richtung Fürstenberggrabmal und von dort wiederum durch den Mittelgang in den Altarraum und dann in den Hochchor, wo der Reliquienschrein aufgestellt wird.

Am Libori-Sonntag, 24. Juli, führt die Sakraments- und Reliquien-Prozession über die bekannten Wege durch die Innenstadt: Nach dem Pontifikalamt zieht die Prozession durch das Paradiesportal aus dem Dom aus, führt über den Domplatz, die Straßen „Am Bogen“, „Kasseler Straße“ und „Kamp“ zum Rathausplatz vor das historische Rathaus. Nach dem Eucharistischen Segen geht die Prozession durch die Straßen „Schildern“ zum Marktplatz und führt durch das Paradiesportal wieder in den Hochchor des Domes.

Das Libori-Triduum wird am Libori-Dienstag, 26. Juli, mit der um 17 Uhr beginnenden Schlussandacht abgeschlossen. Danach werden die Reliquien des heiligen Liborius in einer Prozession, die normalerweise um den Dom herum führt – über den Kleinen Domplatz und durch den Kreuzgang – wieder zurückgeführt, in diesem Jahr in den Westchor des Gotteshauses in den Margarethen-Altar. Während der Prozession segnen die Bischöfe die anwesenden Kinder.

Dieser Prozessionsweg durch den Kreuzgang des Domes kann in diesem Jahr allerdings nicht genutzt werden. Die Prozession zieht durch den Mittelgang und durch das Paradiesportal aus dem Dom aus und geht die Domtreppe hinauf. Unmittelbar hinter der Treppe biegt die Prozession nach rechts in Richtung des Erzbischöflichen Diözesanmuseums, sie umkreist dann den Neptunbrunnen vor dem Erzbischöflichen Diözesanmuseum. Die Prozession geht dann von der Gaukirche aus über den südlichen Gang des Pottmarks über den Domplatz bis zum Haus Domplatz 18. Dort biegt die Prozession in den nördlichen Gang des Pottmarkts und geht über den Domplatz und die Rampe vor dem Dom zurück zum Paradiesportal. Im Dom zieht die Prozession durch das nördliche Seitenschiff vorbei am Altarraum ins südliche Seitenschiff. Von dort geht die Prozession wieder in Richtung Westchor beziehungsweise in den Mittelgang. Während die Prozessionsteilnehmenden in den Mittelgang gehen, gehen die Schreinträger mit dem Schrein, der Erzbischof, die Bischöfe und die Diakone in den Westchor, wo der vergoldete Reliquienschrein abgestellt wird. Danach wird der Reliquienschrein im Altar des Westchores reponiert.

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