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CDU-Bundestagsabgeordneter besucht nach dem Tornado das THW in Paderborn

Linnemann fordert erneut ein Gesellschaftsjahr

Paderborn

Die Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und THW sowie überörtlichen Kräften hat hervorragend geklappt. Dieses Fazit zog Bürgermeister Michael Dreier am Sonntagmorgen bei einem Besuch des THW.

Von Ingo Schmitz

Dank an das THW für die Hilfe im Tornadoeinsatz: (von links) Einsatzleiter Gerd Sailer, THW-Regionalgeschäftsführer Sascha Meyer, Bürgermeister Michael Dreier, THW-Ortsbeauftragter Hartmut Dahm, CDU-Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann, THW-Einsatzleiter Christoph Wiegand und der neue Feuerwehrchef Ludger Schmidt vor einem neuen Radlader, der im Einsatz war. Foto: Ingo Schmitz

CDU-Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann betonte, wie richtig und wichtig es war, dass das THW in den vergangenen vier Jahren vom Bund massiv finanziell unterstützt worden sei. Etliche Fahrzeuge wurden neu angeschafft, darunter auch ein neuer Radlader, der von Freitagabend an im Dauereinsatz war, um Straßen zu räumen.

THW-Regionalgeschäftsführer Sascha Meyer bestätigte, dass in den Jahren zuvor der Zivil- und Katastrophenschutz zurück gefahren worden sei. Spätestens seit dem Hochwasser im vergangenen Jahr, wo das THW drei Monate lang im Einsatz war, habe sich gezeigt, dass die Beschaffungsprogramme richtig waren.

Doch mit der Ausstattung allein sei es nicht getan. Das THW brauche, wie auch die Freiwillige Feuerwehr, Nachwuchs. Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann brachte vor diesem Hintergrund erneut das von ihm geforderte Gesellschaftsjahr zur Sprache. Jede Bürgerin und jeder Bürger sollte nach dem Schulabschluss eine zwölfmonatige allgemeine Dienstpflicht ausüben – sei es in der Pflege oder auch variabel auf sechs bis zwölf Jahre verteilt, bei den Hilfsorganisationen wie THW und Feuerwehr, meinte Linnemann.

Zuspruch bekam er sowohl vom neuen Paderborner Feuerwehrchef Ludger Schmidt als auch vom THW-Ortsbeauftragten Hartmut Dahm. Schmidt: „Ich persönlich bin dafür. Das würde bei der Nachwuchsgewinnung helfen“, ist er sicher und setzt dabei auf den Klebeeffekt, der seit dem Wegfall der Wehrpflicht fehle. THW-Einsatzleiter Christoph Wiegand betonte, dass ein allgemeines Gesellschaftsjahr auch für die Zusammensetzung der Hilfsorganisationen wichtig sei. „Wir hätten dann den Querschnitt der Bevölkerung in unseren Hilfsorganisationen.“ Jeder bringe sein Wissen und Können ein – vom Handwerker bis zum IT-Spezialisten.

Die Helfer des THW in Paderborn, die ihren Sitz in der Senefelderstraße haben, sind selbst vom Tornado in Mitleidenschaft gezogen worden: Eine Photovoltaikanlage wurde vom Dach gefegt, Dachhaut und Dachkuppeln sind beschädigt. Außerdem fielen auf dem Gelände Bäume um, die Zufahrt wurde versperrt und musste geräumt werden, bevor die Helfer zu den Einsätzen ausrücken konnten.

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