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Henrike von Besser hat in der Marienstraße in Paderborn ein Bekleidungsgeschäft eröffnet

Manufaktur und Ladenlokal zugleich

Paderborn

Das Siegel „Made in Germany“ genießt weltweit eine hohe Anerkennung. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird die lokale Produktion von Waren immer wichtiger. In Paderborn gibt es jetzt eine Bekleidungsmanufaktur im Herzen der Innenstadt, die gleichzeitig ein Ladenlokal ist. Henrike von Besser will mit ihrem Hybridkonzept „madehere.pb“ im lokalen Einzelhandel neue Akzente setzen.

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Henrike von Besser hat in der Marienstraße die Manufaktur „madehere.pb“ eingerichtet. Über die neue Nutzung des Ladenlokals freut sich Citymanager Heiko Appelbaum. Foto: Lars Appelbaum

Citymanager Heiko Appelbaum freut sich über das Engagement der Gründerin: „Henrike von Besser beweist, dass die Eröffnung eines neuen Geschäfts in der Innenstadt auch mitten in einer Krise gelingen kann.“ Vor allem dem hybriden Konzept – „madehere.pb“ bedient auch die Online-Kanäle und setzt neben dem stationären auf den Online-Handel – sagt er eine gute Zukunft voraus. Doch hy­brid sind bei der neuen Einzelhändlerin nicht nur die Verkaufskanäle. Auch im Ladenlokal erwarten die Kundinnen und Kunden zwei Angebote.

„Madehere.pb“ ist Bekleidungsgeschäft und Manufaktur gleichermaßen. Henrike von Besser fertigt also vor Ort individuelle Kleidungsstücke, verkauft aber auch ausgewählte Produkte von erlesenen Labels. Ihre Idee für ein innovatives Storekonzept für den Modeeinzelhandel überzeugte die Jurymitglieder der Gründungsoffensive Paderborn im vergangenen Jahr, sodass Henrike von Besser das Gründerstipendium NRW zugesprochen bekam.

„Inzwischen hat sich einiges getan“, blickt die Gründerin auf die vergangenen Monate zurück und nennt eine maßgebliche Entscheidung: „Ich habe ein Ladenlokal in der Marienstraße 4 angemietet. Das ehemalige Stoffgeschäft Schulz wurde in den letzten Wochen vom Vermieter aufwendig in Stand gesetzt.“ Parallel dazu hat Henrike von Besser ihren Online-Shop aufgebaut und die Warenwirtschaft optimiert.

Lockdown nicht so tragisch

Daher ist es für die Unternehmerin nicht ganz so tragisch, dass der neuerliche Lockdown bei ihrem Ladenlokal direkt nach der Eröffnung des Geschäfts für verschlossene Türen sorgt. „Die ersten Orderrunden fanden unter Corona-Bedingungen nur digital statt“, sagt Henrike von Besser. „Das Hin und Her und immer neuen Corona-Schutzverordnungen sind schon sehr anstrengend, aber es kann nur besser werden. Ich blicke zuversichtlich in die Zukunft.“

Viele Einzelhändler setzen derzeit auf Social Media, Onlineshopping und Click & Collect. „In meinen Augen hat die Krise gezeigt, wie wichtig es ist, auch in diesen Kanälen aktiv zu sein“, sagt Henrike von Besser.

Das bestätigt der Citymanager Heiko Appelbaum. Er betont zudem, dass „der stationäre Handel für eine attraktive und lebendige Innenstadt auch zukünftig eine hohe Bedeutung“ haben werde: „Nachhaltigen, hybriden Konzepten gehört die Zukunft und sie werden eine wichtige Rolle bei der Transformation unserer Innenstädte spielen.“

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