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Erste Maßnahmen für das Paderborner Riemekeviertel beschlossen

Mehr Sicherheit für Radler

Paderborn (WB). Auch wenn das Integrierte Mobilitätskonzept (IMOK) noch in Arbeit ist, soll es bereits erste Verbesserungen für den Radverkehr in der westlichen Innenstadt geben. 34.500 Euro sollen in das erste Maßnahmenpaket fließen, um Mängel an neun Stellen vom Riemekeviertel bis zum Heinz-Nixdorf-Ring zu beheben. Das hat der Bauausschuss einstimmig beschlossen. Das Maßnahmenpaket ist ein Auszug aus dem Radverkehrsgutachten „Innenstadt-West“, dessen Abschlussbericht das Planungsbüro Team Red aus Berlin bis Ende des Jahres vorlegen will.

Maike Stahl

Der Kreuzungsbereich zwischen Riemekepark und Rathenaustraße soll übersichtlicher werden. Auch ist eine automatische Grünanforderung für Radfahrer geplant. Foto: Oliver Schwabe

Die Fachplaner, die von der Stadt beauftragt wurden, haben die Radverkehrsanlagen gesichtet und untersucht. Außerdem gab es eine detaillierte Online-Bürger-Befragung zur Situation des Radverkehrs im Bereich Innenstadt-West. Daraufhin analysierten die Planer die Situation, zeigen Handlungsbedarf auf und geben Empfehlungen für alle Streckenabschnitte. Außerdem sollen drei Detailpläne erstellt werden.

Ampel soll fahrradfreundlicher werden

Vorgestellt worden sind der Analyseteil und allgemeine Handlungsempfehlungen im Juni bereits dem „Runder Tisch Radverkehr“, mit dem das erste Maßnahmenpaket jetzt auch im Vorfeld der Ausschusssitzung abgestimmt wurde. Ein Knackpunkt ist die Radverbindung zwischen dem Johannes-Hatzfeld-Weg im Riemekepark und der Theodor-Heuss-Straße am Kreuzungspunkt mit der Rathenaustraße. Dort soll der Bereich um die Anforderungsampel fahrradfreundlicher umgebaut werden, indem der Bordstein abgesenkt und ein Wartebereich für Radfahrer geschaffen werden. Um die Sicht auf wartende Radler zu verbessern, sollen Parkplätze an der Rathenaustraße wegfallen. Eventuell wird zudem eine automatische Grünanforderung für Radfahrer im Bereich des Riemekeparks eingebaut.

In den Kreuzungsbereichen Theodor-Heuss-Straße/Erzberger Straße sowie Riemekestraße/Fürstenbergstraße auf Höhe der Sparkasse und Bahnhofstraße/Kapellenstraße soll die verblichene Rotfärbung des Radweges erneuert werden. An der Einmündung der Kapellenstraße soll zudem die schadhafte Bordsteinabsenkung saniert werden. Geprüft werden soll außerdem, ob die Imadstraße als eine der Haupteinfallstraßen für Radfahrer in die Innenstadt als Fahrradstraße ausgewiesen werden kann. Dort bemängelten die Planer besonders die „unübersichtliche“ Verkehrsführung im Kreuzungsbereich mit der Ferdinandstraße.

Radfahrer sollen besser gesehen werden

Die Parksituation wird zudem an den Kreuzungen der Schulstraße mit der Salentinstraße sowie der Bleichstraße genau in den Blick genommen. Dort soll durch entsprechende Markierungen jeweils ein Bereich von acht Metern von parkenden Fahrzeugen freigehalten werden, damit Radfahrer besser gesehen werden. Ähnlich soll auch am Westende der Goerdelerstraße verfahren werden, wo die Straße in den parallel zum Heinz-Nixdorf-Ring verlaufenden Fuß- und Radweg übergeht. Auch dort soll sichergestellt werden, dass Radler nicht durch parkende Autos behindert oder verdeckt werden. Dafür sollen der Radweg verbreitert und eventuell zwei Parkplätze entfernt werden.

Die mit kalkulierten 10.000 Euro teuerste Einzelmaßnahme ist für die Kreuzung Elsener Straße/Leuschner Straße vorgesehen. Dort soll die Ausrundung der Ecken verkleinert und außerdem der Fahrradweg mit frischem Rot deutlicher markiert werden.

Reinhard Borgmeiser (Linke) plädierte dafür, dass die beschlossenen Maßnahmen zügig umgesetzt werden, damit die Radfahrer sehen, dass nun auch endlich etwas passiere.

DIe Imadstraße, als ein Haupteinfallstor für Radler in die Innenstadt soll Fahrradstraße werden. Foto: Oliver Schwabe
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