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Karl-Heinz Schäfer sieht Verwüstungen im Paderquellgebiet auch als Chance an

Nach dem Tornado: Meiden die Touristen jetzt Paderborn?

Paderborn

Die immensen Schäden, die der Tornado verursacht hat, hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Bleiben jetzt die Touristen fern? Nach Angaben von Karl-Heinz Schäfer, Geschäftsführer der Tourist Information Paderborn, gibt es dafür keinen Grund. Er betont: „Ein Besuch in Paderborn ist weiterhin äußerst attraktiv.“

Von Ingo Schmitz

Der Tornado hat große Teile des Paderquellgebietes verwüstet. Karl-Heinz Schäfer, Geschäftsführer der Tourist Information, glaubt jedoch nicht, dass Paderborn deswegen für Touristen weniger attraktiv geworden ist. Foto: Oliver Schwabe

Auch wenn der Tornado das Paderquellgebiet, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Paderborns, verwüstet habe, seien alle weiteren touristisch relevanten Sehenswürdigkeiten unversehrt geblieben. Gleichzeitig stellt er klar, dass lediglich das westliche und östliche Paderquellgebiet unterhalb der Abdinghofkirche und an der Stadtbibliothek unterhalb der Kaiserpfalz zerstört seien. Das mittlere Paderquellgebiet hinter der Paderhalle, das in den Jahren 2018/2019 komplett neu gestaltet wurde, sei glücklicherweise verschont geblieben.

Der Touristiker betont, ebenso wie der Verein „Freunde der Pader“, dass die Zerstörung des Gartendenkmals die Chance biete, „das Areal auf seine originalgetreue historische Gestaltung hin ganz genau zu überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen vorzunehmen“.

Karl-Heinz Schäfer von der Tourist Information der Stadt Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Sorgfältige Planung ist notwendig

An der Stadtbibliothek gebe es nun die einzigartige Gelegenheit, es quasi neu zu erfinden. Notwendig sei allerdings eine sorgfältige Planung. „Touristisch gesehen kann das eine große Chance sein“, betont Schäfer. Er verweist zudem auf die neuen Sichtachsen, die durch den Wegfall einiger Bäume entstanden sind. „Diese Achsen sollte man unbedingt erhalten“, meint er.

Schäfer: „So kann man zum Beispiel aus dem westlichen Paderquellgebiet fast den kompletten Domturm neben der Abdinghofkirche sehen. Oder von der Michaelstraße blickt man direkt auf die Fachwerkhäuser an der Straße Auf den Dielen. Das ist total spannend. Ich bin davon überzeugt, dass das Paderquellgebiet weiterhin ein beeindruckender Ort sein wird. Schon nach der Beseitigung der Schäden wird der besondere Charme aller drei Paderquellgebiete wieder zu spüren sein.“

Alle Berichte, Videos und Fotostrecken zum Unwetter in OWL und zum Tornado in Paderborn finden Sie auf unserer Themenseite: www.westfalen-blatt.de/unwetter.

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