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Prozess um tödliche Attacke beginnt vor dem Paderborner Landgericht

Messerattacke im Schlafzimmer: Ehefrau schildert Horror-Angriff

Paderborn (dpa). Nach dem tödlichen Angriff mit einem Jagdmesser auf seinen Cousin hat der 60-jährige Angeklagte vor dem Paderborner Landgericht zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Ehefrau des Opfers hat den brutalen Angriff geschildert.

Vor dem Paderborner Landgericht wird seit Dienstag der Prozess um einen tödlichen Messerangriff im vergangenen Sommer verhandelt. Foto: Jörn Hannemann

Die Staatsanwaltschaft hat dem 60-Jährigen beim Prozessauftakt am Landgericht Paderborn am Dienstag vorgeworfen, im vergangenen Juni völlig betrunken in die Wohnung seines zehn Jahre jüngeren Cousins und dessen Frau (47) eingedrungen zu sein. Es sei zu einem Handgemenge gekommen, dann soll er den Cousin mit mehreren gezielten Messerstichen getötet haben. Die Frau habe laut geschrien, so dass ihr 17-jähriger Sohn sowie ein Nachbar zur Hilfe eilten. Gemeinsam hätten sie den Angreifer überwältigt.

Die Ehefrau schilderte den brutalen Angriff im Zeugenstand. Demnach hatte der 60-Jährige das Zimmer mit den Worten „Ihr müsst sterben“ betreten. Sie könne sich nicht erklären, was in ihrem Verwandten vorgegangen sei.

Die Staatsanwaltschaft geht von erheblich verminderter Schuldfähigkeit des Angeklagten aus, weil der Mann betrunken gewesen sei. Das Motiv für die Tat konnte bisher nicht ermittelt werden.

Der Angeklagte äußerte sich nicht zu den Tatvorwürfen, berichtete aber über seinen Lebensweg. Der in Sibirien geborene Deutsche hatte demnach lange als Lkw-Fahrer gearbeitet, ist aber seit einem Arbeitsunfall vor einigen Jahren arbeitslos und in den Alkoholismus abgerutscht.

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