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Johanniter-Rettungshundestaffel Paderborn feiert 25-jähriges Bestehen

Mit Hunden Menschen retten

Paderborn

Die Rettungshundestaffel Paderborn der Johanniter hat jetzt ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Derzeit engagieren sich 20 Hundeführer ausschließlich ehrenamtlich mit ihren Vierbeinern als fester Bestandteil innerhalb der Johanniter Unfall-Hilfe in Ostwestfalen.

Die Hundestaffel hat ihre Mitglieder geehrt: Marc Stelter (Staffelleiter und Leistungsabzeichen Silber), Jochen Ortmann (stellvertretender Staffelleiter und Leistungsabzeichen Bronze), Bettina Kamp (Leistungsabzeichen Bronze), Monika Grajsar (18 Jahre), Jürgen Finke (25 Jahre), Gerald Donath (hauptamtlicher Regionalvorstand), Hans-Bernd Janzen (stellvertretender Landrat Kreis Paderborn), Beate Blume (Leistungsabzeichen Bronze), Gaby Münsterteicher (11 Jahre stellvertretende Staffelleitung) und Albrecht Wrede (ehrenamtlicher Regionalvorstand) Foto: Katy Willich/Johanniter

Unter dem Motto „Mit Hunden Menschen retten“ werden Rettungshunde regelmäßig bei der Suche nach vermissten Personen eingesetzt. Der stellvertretende Landrat des Kreises Paderborn, Hans-Bernd Janzen, bedankte sich in seiner Festansprache herzlich bei den Jubilaren für ihre wichtige Arbeit innerhalb des Katastrophenschutzes und betonte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Hundestaffel und den alarmierenden Kräften wie der Feuerwehr und der Polizei.

Die Regionalvorstände der Johanniter in Ostwestfalen, Albrecht Wrede und Gerald Donath, hoben besonders das Engagement einzelner Staffelmitglieder hervor. Ehrungen kamen langjährigen Mitgliedern für ihre 25- und 20-jährige Mitgliedschaft zuteil, Leistungsabzeichen in Silber und Bronze erhielten Mitglieder für her­ausragenden ehrenamtlichen Stundeneinsatz.

Auch Marc Stelter, Staffelleiter der Rettungshunde Paderborn, ist stolz auf die geleistete Arbeit und den guten Zusammenhalt. „Unsere Arbeit funktioniert nur als Team, wir unterstützen uns gegenseitig auch über die Grenzen unseres Regionalverbandes hinaus. Erhalten wir eine Alarmierung, ziehen wir die Kollegen aus angrenzenden Verbänden immer hinzu und gehen gemeinsam in den Einsatz. Wir pflegen deutschlandweit enge Freundschaften miteinander und treffen uns regelmäßig auf Prüfungs- und Zertifizierungslehrgängen“, betonte Marc Stelter.

Premiere für den Führungskräftewagen

Zum ersten Mal präsentierte das Team der Rettungshundestaffel Paderborn öffentlich ihren neuen Führungskräftewagen (FüKW). Ein ausrangierter Johanniter-Rettungswagen wurde zum FüKW mit zwei PC- und Funkarbeitsplätzen, einem großen Monitor für Demozwecke sowie mehreren Hundetransportboxen umgebaut. Die Gäste zeigten sich begeistert von dem individuell und in ausschließlich ehrenamtlichen Stunden umfunktionierten Fahrzeug, das bereits in Übungseinsätzen zum Einsatz gekommen ist. Die Erfahrungen seien äußerst positiv, hießt es. Der FüKW habe sich bereits bewähren können.

Die Arbeit der Johanniter-Rettungshundestaffeln erfolgt ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 24 Monate aufgefrischt werden muss.

Unterschieden wird zwischen Mantrailern (Personensuchhunden), Trümmersuchhunden und Flächensuchhunden. Im Regionalverband Ostwestfalen bestehen zwei aktive Rettungshundestaffeln, Paderborn und Schloss Holte-Stukenbrock.

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