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A33-Baustelle: Werdende Eltern überholen Polizei mit erhöhter Geschwindigkeit

Mit Polizeieskorte zur Paderborner Geburtsklinik – Geburt im Foyer

Paderborn/Herzebrock-Clarholz

Gerade noch rechtzeitig hat es ein Paar aus Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh) am vergangenen Sonntagnachmittag zur Paderborner Frauen-und Kinderklinik St. Louise geschafft, wo die Mutter noch im Foyer der Klinik Mateo Goedtke (2930 Gramm, 50 Zentimeter) zur Welt brachte. Die Polizei hatte das Paar, dessen Auto ihr auf der A33 auffiel, in die Geburtsklinik eskortiert.

Per Polizeieskorte wurden die werdenden Eltern zur Paderborner Frauen-und Kinderklinik St. Louise begleitet. Gerade noch rechtzeitig: Noch im Foyer kam Mateo zur Welt. Foto: Matthias Goedtke

In einer Baustelle auf der Autobahn A33 war zuvor der Autobahnpolizei das Auto von Cristina (27) und Matthias Goedtke (43) aus Herzebrock-Clarholz aufgefallen. Es war sehr schnell unterwegs, wie die Polizei am Donnerstag berichtet. Als die Streifenwagenbesatzung den Wagen einholte und über die Seitenscheiben mit dem Fahrer und seiner Beifahrerin kommunizierte, wurde schnell klar, dass die Frau in den Wehen lag und schnellstmöglich in ein Krankenhaus musste“, heißt es weiter in der Mitteilung. So entschlossen sich die Polizisten dazu, den Wagen zu eskortieren und fuhren voraus.

Gemeinsam erreichten sie das Paderborner Krankenhaus – und das gerade rechtzeitig. Die junge Familie hatte vor, im Geburtshaus Paderborn (auf dem Gelände der Frauen- und Kinderklinik) zu entbinden. Dazu kam es aber nicht. Denn die Frau brachte das Kind noch im Foyer der Klinik zur Welt.

„Als wir vor dem Haupteingang der Frauen- und Kinderklinik ankamen, ging es sofort los. Der Motor lief noch als wir um 19.35 Uhr unseren Mateo in den Armen halten konnten. Das war eine echte Punktlandung! Die Fahrt von zu Hause nach Paderborn werden wir niemals vergessen – das war quasi die Fahrt unseres Lebens", berichtet Vater Matthias Goedtke.

Mutter und Kind sind wohlauf. Mateo werde zur Zeit noch auf der Kinderstation überwacht, darf aber in einigen Tagen nach Hause, teilt die Paderborner Klinik mit. Mateo bedeutet übrigens „Geschenk Gottes“. Zu Hause wartete nun die kleine Schwester Marla auf das neue Familienmitglied.

Noch ein schöner Zufall: Papa Matthias und die große Schwester besuchten nur ein paar Tage zuvor einen Stand der Polizei. „Wer hätte gedacht, dass die Polizei ein paar Tage später für uns ein Lebensretter wird.“

Nur wenige Tage zuvor besuchte Schwester Marla noch einen Polizeistand. Foto: Goedtke
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