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NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zu Gast bei der CDU in Delbrück, Hövelhof und Paderborn

Mr. Sicherheit fordert mehr Respekt

Paderborn (WB). Die Botschaft des NRW-Innenministers Herbert Reul ist so simpel wie einleuchtend: Menschen müssen sich an Regeln halten. Er habe es sich zur Aufgabe gemacht, dass Verstöße geahndet würden. Und zwar konsequent. Dafür bekam Reul am Samstag Beifall von seinen CDU-Parteifreunden. Im Biergarten des Paderborner Brauhauses sprach der Minister vor 150 Gästen.

Ingo Schmitz

Vor 150 Gästen sprach Innenminister Herbert Reul im Biergarten des Paderborner Brauhauses. Als Gastgeschenk erhielt der Minister von Daniel Sieveke den 3D-Schriftzug „Mr. Sicherheit“. Foto: Ingo Schmitz

Aber zunächst erhielt Michael Dreier das Wort. Der Bürgermeisterkandidat der CDU hatte dem Minister zuvor die Paderborner Innenstadt gezeigt und dabei auch den Brennpunkt rund um das Westerntor vor Augen geführt. Dreier versprach, dass er und die CDU „alles daran setzen werden, dass die Menschen in Paderborn sicher sind“. Rund um den Brennpunkt habe es bereits einige Maßnahmen gegeben, „um Licht ins Dunkel zu bringen“. Weitere Maßnahmen seien geplant, wie der Umbau der Königplätze II und der Bereich Alte Torgasse.

Ratten in Polizeibehörden

Reul, der zuvor die Parteifreunde in Delbrück und Hövelhof besucht hatte, bedankte sich beim CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Sieveke für seinen Einsatz in Düsseldorf. Reul sprach zudem über seinen Kampf gegen die Clans und seine Empörung über die räumlichen Zustände in vielen Polizeibehörden. Ratten in Gebäuden, veraltete Technik: Der Investitionsstau bei der Polizei sei groß gewesen, als er den Ministerposten übernommen habe. In drei Jahren sei viel Geld investiert worden, um die Bedingungen der Beamten besser, effektiver und sicherer zu machen. Doch jetzt brauche er „frisches Geld“, um den Weg fortzusetzen, sagte Reul. Er kündigte an, dass von Herbst an in NRW die Unfallaufnahme via Handy möglich sei. Damit werde viel Papierkram wegfallen. Angewidert zeigte er sich von den Vorkommnissen im Bereich Kindesmissbrauch: „Wir haben alle weggeschaut“, zeigte sich Reul beschämt. Vor dem Hintergrund habe er für zusätzliches Personal, Experten und neue Technik gesorgt, um effektiv gegen die Täter vorgehen zu können.

An die Regeln halten

Ebenso konsequent spreche er sich für die Verfolgung von Rechts- und Linksextremismus aus. Zudem brach er eine Lanze für die Arbeit der Polizei: „Wo ist der Respekt für die Menschen, die dafür sorgen, dass unser Zusammenleben klappt. Bodycams, Gewahrsamnahme, Fußfesseln: Wer meine, das seien Eingriffe in die persönliche Freiheit, für den bleibe nur die Möglichkeit, sich an die Regeln zu halten, sagte Reul.

Als Andenken an seinen Besuch erhielt Reul von Daniel Sieveke einen 3D-Schriftzug „Mr. Sicherheit“ für den Schreibtisch – oder eben zum Mitnehmen in der Aktentasche – überreicht.

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