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Falsche Polizisten warnen vor Anrufen falscher Polizisten

Immer hinterhältiger: neue Masche der Telefonbetrüger im Kreis Paderborn

Paderborn

Die Polizei Paderborn warnt vor einer neuen Masche der Telefonbetrüger: Dass sich diese häufig als Polizisten ausgeben, ist bekannt. Nun versuchen die Täter offenbar das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, indem sie diese selbst vor den Anrufen falscher Polizisten warnen.

Symbolbild. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Die Kreispolizeibehörde schreibt in ihrer Mitteilung von einer Masche, die immer perfider werde. Vor allem am Mittwoch (11. Januar) und Donnerstag (12. Januar) haben sich demnach viele Betroffene bei der Polizei gemeldet.

Die angerufenen Seniorinnen und Senioren erkannten die Betrugsversuche aber meistens noch, bevor die Täter „zur Sache“ kamen. In einigen Fällen sind die Anrufe mit einer Paderborner Vorwahl eingegangen. Der Täter stellte sich als Polizeibeamter mit Namen vor und warnte direkt vor der Betrugsmasche „Falsche Polizisten“. Dann fragte der Unbekannte, ob man selbst schon einen solchen Anruf entgegengenommen habe und ob das öfter vorgekommen sei. 

„Auf diese Weise versuchen die Betrüger, das Vertrauen zu erschleichen und zu vermitteln, dass es sich um einen Anruf der echten Polizei handelt. Allerdings kommt anschließend die Frage nach Wertsachen, die zuhause oder auf der Bank verfügbar sind. Einbrecher seien in der Nähe aktiv und man müsse sein Vermögen schützen“, heißt es in der Mitteilung. 

In diesem Zusammenhang stellt die Polizei nochmals klar, dass sie niemanden anruft, um vor Betrugsmaschen zu warnen oder nach vorhandenen Wertsachen zu fragen. Bei dieser Art von Anrufen handelt es sich immer um Kriminelle – ausnahmslos. Die Telefonnummer im Display der Angerufenen haben die Täter gefälscht, um die „Echtheit“ zu suggerieren. Die Methode wird Call-ID-Spoofing genannt. In Wirklichkeit sitzen die Betrüger irgendwo im Ausland, teilt die Polizei mit.

Schockanrufer fordern 40.000 Euro von ihren Opfern

Neben dieser neuen Variante gab es auch wieder Schockanrufe. Dabei wurde den Opfern vorgegaukelt, Sohn oder Tochter wären in einen tödlichen Autounfall verwickelt und müssten ins Gefängnis. Als Kaution für eine Freilassung forderten die Täter 40.000 Euro.

Ebenfalls als Sohn oder Tochter gaben sich Kriminelle bei der Whats-App-Masche aus. In der Nachricht, die die Opfer bekommen, steht, dass Sohn oder Tochter ein neues Handy und daher eine neue Nummer hätten. Wenig später wird darum gebeten, dringende Überweisungen für Sohn oder Tochter zu tätigen.

Die Polizei fordert Angehörige auf, mit älteren Menschen über die Betrugsmaschen zu sprechen und Hilfestellung zu geben. Weitere Informationen und Präventionstipps sind auf der Internetseite der Polizei Paderborn eingestellt: https://paderborn.polizei.nrw/artikel/achtung-betrueger-am-telefon.

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