Für eine Öffnung der Schwimmbäder im Kreis Paderborn muss die Inzidenz unter 100 liegen – Kurse sind gestartet

Noch kein Badespaß in Sicht

Paderborn

In Lüdinghausen (Kreis Coesfeld) darf seit Dienstag wieder geschwommen werden. Im Rahmen eines Modellprojektes ist dort das erste Freizeitbad in Deutschland wieder für Besucher geöffnet. Wann die Paderborner ihre Bahnen in den städtischen Bädern ziehen dürfen, ist hingegen noch unklar, sagt der zuständige Beigeordnete Wolfgang Walter.

Maike Stahl

Schon im vergangenen Sommer war für das Rolandsbad ein Hygienekonzept aufgestellt worden. Dazu gehörte auch das Abstandhalten beim Einlass. Foto:

„Wir stehen in den Startlöchern“, versichert er. Das Rolandsbad und das Waldbad Schloß Neuhaus seien auf die Freibadsaison vorbereitet. „Allerdings sieht die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes, die bis zum 14. Mai gilt, derzeit keine Öffnung vor.“ Es könne daher auch noch keine Aussage dazu getroffen werden, wann und unter welchen Bedingungen der Betrieb von Freibädern in NRW zulässig sein wird. Derzeit gelte ohnehin das Infektionsschutzgesetz, so dass zunächst die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegen müsse, was Paderborn mit derzeit 112 noch nicht erreicht habe. Dann sei auch die Öffnung der Schwimmoper im Rahmen der Modellregion Sport möglich.

Auch der Schwimmunterricht läuft wieder

„Immerhin laufen aber seit Montag die Schwimmkurse und der Schwimmunterricht im Rahmen des Schulsports wieder“, freut sich Walter, dass zumindest die Schwimmausbildung für Kinder und Jugendliche wieder anlaufe. Allerdings halte sich das Schulschwimmen derzeit noch im Rahmen, weil es in den Schulen gerade mehrere organisatorische Herausforderungen gebe. Auch einige Leistungskaderschwimmer und Lehramtsstudenten, die sich nachweislich auf Prüfungen vorbereiten müssen, dürften mit Ausnahmegenehmigung ins Wasser.

Sobald sich ein Öffnungstermin für die Freibäder abzeichne, würden letzte Abschlussarbeiten und die Aufheizung des Beckenwassers erfolgen, teilte Walter auf CDU-Anfrage zum Waldbad im Bezirksausschuss Schloß Neuhaus mit. Nach derzeitigem Kenntnisstand könnten „die bereits im vergangenen Jahr erprobten und bewährten Hygienekonzepte“ voraussichtlich auch in dieser Saison angewendet werden, sagt Walter. Auch der Pandemieplan der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen sehe in der aktuellen Fassung keine Veränderungen bei den Maßnahmen und der maximalen Besucherzahl (Waldbad 500 Personen, Rolandsbad 750 Personen) in den Freibädern vor.

Dirk Happe und Edith Rehmann-Decker

Die Vorbereitungen für die Modellregion Sport laufen ebenfalls auf Hochtouren. Stadt und Kreis Paderborn können beginnen, wenn die Inzidenz für das Kreisgebiet an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 gelegen und das Land dem Start zugestimmt hat. „Wir sind auf einem guten Weg und konnten in den letzten Wochen vieles abstimmen und klären“, sagen Projektleiter Dirk Happe vom Sportservice der Stadt Paderborn und Edith Rehmann-Decker vom Kreis Paderborn.

Fest stehe mittlerweile, dass die Kontaktverfolgung mittels Luca-App erfolgen soll. Geplant ist die Öffnung des Ahorn-Sportparks, der Schwimmoper, der Westfalen-Therme, sowie von Schwimmbädern in Altenbeken, Bad Wünnenberg, Büren Delbrück, Lichtenau, und Salzkotten. Zudem werde es eine Laufveranstaltung geben, und Hallensport in Hövelhof soll teilweise wieder möglich sein.

Weitere Infos: www.sportmodellregion.de

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