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Gefährlicher Eingriff in Bahnverkehr – Bundespolizei: kein Bewusstsein für Gefahr

Notbremsung in Paderborn: Pärchen sonnt sich im Gleisdreieck

Paderborn

Ein Pärchen aus Paderborn hat am Montagnachmittag einen brandgefährlichen Platz für sein Sonnenbad ausgewählt und dadurch einen Zug zu einer Notbremsung gezwungen.

Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte, hatten die beiden es sich im Gleisdreieck nahe dem Bahnhof Kasseler Tor auf einer Decke gemütlich gemacht. Die Fahrerin einer herannahenden Nordwestbahn erkannte die Gefahr rechtzeitig. Sie gab einen sogenannten Achtungspfiff ab, bremste den Zug bis zum Stillstand und informierte die Bundespolizei.

Die beiden Deutschen entfernten sich kurzzeitig aus dem Gleisbereich – aber nur so lange, bis der Zug sie passiert hatte. Unmittelbar nach der Durchfahrt begaben sie sich wieder in die Gleise. Eine Streife der Bundespolizei traf die beiden an, als sie gerade ihre Sachen und ihre Decke einpackten. Sie zeigten den Angaben zufolge kein Bewusstsein für die Gefahr, in der sie sich befunden hatten.

Die 26-Jährige und den 40-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor dem Betreten der Gleise: Züge können nicht ausweichen. Sie haben einen langen Bremsweg, nähern sich oft fast lautlos und mit hoher Geschwindigkeit. Ein vorbeifahrender Zug mit hoher Geschwindigkeit erzeugt eine enorme Sogwirkung.

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