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Verani Kartum von der Partei Volt will Bürgermeister in Paderborn werden

„ÖPNV muss für Kinder und Jugendliche kostenlos sein“

Paderborn (WB/itz). Neun Bewerber treten in Paderborn zur Wahl des Bürgermeisters an. Amtsinhaber Michael Dreier (CDU) wird herausgefordert von Dr. Klaus Schröder (Grüne), Martin Pantke (SPD), Alexander Senn (FDP) und Elke Süsselbeck (Die Linke) sowie von Stephan Hoppe (Für Paderborn), Hartmut Hüttemann (FBI), Verani Kartum (Volt) und Marvin Weber (AfD).

Verani Kartum. Foto:

Verani Kartum (Volt) ist seit 2014 im Integrationsrat der Stadt Paderborn tätig. Er ist 51 Jahre alt und bezeichnet sich als IHK-Ausbildungsleiter für kaufmännische Berufe. Der verheiratete Kandidat hat drei Kinder und wurde in Pertek/Türkei geboren.

Warum die Kandidatur?

„Weil Paderborn einen neuen Bürgermeister braucht! Seit vielen Jahren arbeite ich erfolgreich für unsere Stadt und habe dadurch bundesweit einen Bekanntheitsgrad erlangt. Ich führe seit vielen Jahren erfolgreich unseren Paderborner Sport- und Sozialverein SC Aleviten. Durch die hohe Anerkennung in der Paderborner Bevölkerung sehe ich die nächste Herausforderung als Bürgermeister, unsere vielfältige Stadt bundesweit auf einen Spitzenplatz zu führen.“

Statement zur Finanzpolitik

„Wir müssen die Nutzung der Konversionsflächen schneller vor­anbringen, damit unsere Wirtschaft gefördert wird und der Wohnungsnotstand abgemildert werden kann und der soziale Wohnungsbau gefördert wird. Hier liegt der Motor für unsere Stadt, um die aktuelle Krise besser bewältigen zu können. Unsere Handwerksbetriebe und einheimischen Unternehmen könnten so weitere Aufträge bekommen und Arbeitsplätze erhalten. Das neue Innenstadtkonzept muss dringend umgesetzt werden, um unsere heimische Gastronomie zu unterstützen. Darüber hinaus müssen wir mehr Gastronomieflächen und Vergnügungsorte für junge Menschen schaffen.“

Statement zur Wirtschaft

Kartum will sich für Bürokratieabbau und vereinfachte Ausschreibungen einsetzen. Bis 30. Juni 2021 könnten alle behördlichen Auflagen für die Wirtschaft gelockert werden.

Statement Verkehrspolitik

„Unser öffentlicher Nahverkehr muss in der Taktung kürzer werden und die Verfügbarkeit in den Abendstunden, an den Wochenenden und Feiertagen verlängert werden, damit unsere Bürger auf das Auto verzichten können“, sagt der Volt-Kandidat. Sein Ziel sei es, in den nächsten zwei Jahren eine kostenlose Nutzung des ÖPNV für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren durchgehend 365 Tage im Jahr ohne Einschränkung in Paderborn und im Kreis zu erreichen und die Ticketpreise auf Dauer für alle Bürger zu senken. Auch setzt er sich für weitere Park-&-Ride-Parkplätze mit einem digitalen Parkleitsystem ein, um die Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten. Auch die Radwege will Kartum verbessern.

Statement zur Sicherheit

Die Belebung der Innenstadt in den Abendstunden müsse seiner Meinung nach gefördert und gleichzeitig für zusätzliche Sicherheit gesorgt werden. Streetworker und Sozialarbeiter könnten in den Abendstunden und Wochenenden eingesetzt werden. Kartum: „Prävention ist die beste Sicherheit und entlastet die Polizei und die B.O.S.S.-Wache.“

Statement zur Bildung

Die Lernstadt müsse verbessert und mit der Uni stärker kooperieren. Die Schulen bräuchten mehr Eigenständigkeit, um sich digital verbessern zu können. „Viele Lehrer klagen über die Lernstadt, dass es dort nicht schnell genug weitergeht und die Qualität nicht stimme. Es müssen weitere IT-Fachleute für die Digitalisierung der Schulen eingestellt werden.“ Auch die OGS brauche eine Verstärkung mit Fachpersonal für kleine Lerngruppen. Sozialbenachteiligte Schüler müssten besser gefördert werden. „Wir brauchen eine bessere Mischung der Schulen, damit keine Parallel­gesellschaften entstehen.“

Statement Freies Thema

„Durch die dreimalige Ablehnung des amtierenden Bürgermeisters und der CDU, zusätzliche kranke Kinder aus den Flüchtlingslagern in Griechenland aufzunehmen, hat der Ruf unserer Stadt als ein weltoffenes Paderborn gelitten. Die Signalwirkung nach außen war katas­trophal.“ Kartum spricht sich für ein Forum der Religionen und ein gemeinsames „Haus der Religionen“ aus, wo alle Religionen und Kulturen gemeinsam beten und sich begegnen können.

alle Berichte über die Bürgermeisterkandidaten in der Stadt Paderborn im Überblick

- Michael Dreier (CDU)

- Martin Pantke (SPD)

- Klaus Schröder (Grüne)

- Alexander Senn (FDP)

- Elke Süsselbeck (parteilos/Die Linke)

- Stephan Hoppe (FÜR Paderborn)

- Hartmut Hüttemann (FBI)

- Verani Kartum (Volt Paderborn)

- Marvin Weber (AfD)

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