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Drei Azubis der Stiftung Bildung und Handwerk testen Software im Musterland der Digitalisierung

Paderborn-App überzeugt in Estland

Paderborn (WB). Estland gilt als Musterland der Digitalisierung. Der Einsatz von 3D-Druckern ist in vielen Unternehmen Alltag, und jeder Bürger hat wichtige Dokumente wie den Personalausweis oder den Führerschein auf einer eigenen ID-Card gespeichert.

Nazer Elezi, Jasmin Buse und Alica Offergeld haben die App während ihres Auslandsaufenthaltes in Estland getestet. Foto:

Drei Auszubildende der Paderborner Stiftung Bildung & Handwerk haben das Land einen Monat bereist und dabei eine App getestet, die von der Uni Paderborn in Kooperation mit der Stiftung entwickelt wurde. Ziel der App »myVETmo« ist die Unterstützung junger Menschen im Auslandspraktikum.

Mit der App haben die Azubis ihren Alltag im Praktikum dokumentiert, Bilder hochgeladen und mit Auszubildenden Nachrichten ausgetauscht. Auch eigens entwickelte Tagesaufgaben erledigten und versendeten sie darüber. »Die App war uns eine große Hilfe. Auch die Bedienung war einfach«, sagt Alica Offergeld.

Smileys und Kommentarfunktionen erlaubten eine tägliche Rückmeldung über Erfahrungen im Alltag und im Beruf. Da die App eine intensive Betreuung und Begleitung der Jugendlichen über Ländergrenzen hinweg ermögliche, profitierten auch junge Menschen mit Handicap vom Konzept. Die App soll die berufliche Mobilität in Europa vorantreiben und erleichtern. Entsprechend gespannt auf den Erfahrungsbericht der Azubis waren internationale Vertreter aus Politik und Bildung, die in den Räumen der Stiftung darüber berieten, ob und wie sie die App in ihren Ländern einsetzen. 20 Akteure aus Frankreich, Finnland, Spanien, der Türkei und Deutschland stellten den Azubis Fragen zur Funktionalität und zu den Vorteilen der App im Auslandspraktikum.

»Der Schritt über die eigenen Landesgrenzen bedeutet in jungen Jahren eine Horizonterweiterung. Das Kennenlernen anderer Kulturen und das Sich-Einstellen-Müssen auf andere Lebensarten und Umgangsformen führt zu einer bewussteren Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensart«, sagt Projektkoordinatorin Angela Bender. »Die positiven Rückmeldungen der internationalen Projektpartner haben uns überzeugt, dass die App ›Made in Paderborn‹ auch in anderen Ländern schnell zum Einsatz kommen wird«, sagt sie.

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