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Bürgermeister bezeichnet Uni als „Diamant unserer Stadt“

Paderborn begrüßt die Erstsemester

Paderborn

„Morgens in die Vorlesung gehen, abends Bier trinken“: So beschrieb Volker Schöppner am Mittwoch scherzhaft das Grundprinzip des Studierens. Der Vizepräsident für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement begrüßte mit der Präsidentin der Uni Paderborn, Birgitt, Riegraf, die „Erstis“, wie die Erstsemester kindlich-niedlich genannt werden .

 Von Dietmar Kemper

Sie starten mit dem Wintersemester in einen neuen Lebensabschnitt. Anders als ihre Vorgänger werden die jungen Leute aller Wahrscheinlichkeit nach in Präsenz studieren können.  Foto: Oliver Schwabe

Am Stichtag 27. September begannen 2811 junge Frauen und Männer ihr Studium an der heimischen Hochschule mit fünf Fakultäten, 68 Studiengängen auf Bachelor und Master und 259 Professorinnen und Professoren. Viele angehende Akademiker, nämlich knapp 800,  möchten später als Lehrkräfte selber unterrichten.

Wie viele Studierende exakt mit dem Wintersemester eine neue Etappe in ihrem Leben beginnen, steht erst Anfang November fest, weil die Einschreibungsfristen für das Losverfahren und für die Studiengänge mit Masterabschluss noch nicht abgeschlossen sind.

77 Prozent kommen aus NRW

Insgesamt wird die Universität Paderborn, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, von 20.000 Studierenden bevölkert. Über die Hälfte (59 Prozent) kommen aus Paderborn und Umgebung, nur elf Prozent aus anderen Bundesländern als Nordrhein-Westfalen und zwölf Prozent aus dem Ausland.

Die Erstsemester hätten mit Paderborn  eine „super Entscheidung “getroffen, findet Präsidentin Birgitt Riegraf. Sie charakterisierte die heimische Uni als „ausgesprochen jung und dynamisch“. Aber nicht nur Vorlesungen,  Seminare und Forschung machten das Universitätsleben aus, sondern auch die Begegnung auf den Fluren, das gemeinsame Essen in der Mensa und das Kennenlernen auf den Wiesen. Riegraf forderte die Erstsemester auf, sich in den Gremien und Fachschaften für ihre Universität zu engagieren. Von großen Gebäuden dürften sie sich nicht einschüchtern lassen.

Zweitjüngste Großstadt in NRW

Bürgermeister Michael Dreier bezeichnete die Universität als „Diamant unserer Stadt“. Hochschule und Kommune hätten sich auf beeindruckende Weise entwickelt. Paderborn sei nicht nur eine Universitäts-, sondern auch eine Sport- und Kulturstadt. Dreier ist überzeugt davon, dass sich die Erstsemester in der zweitjüngsten Großstadt in NRW mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren wohlfühlen werden.

Der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses, Tim Aßbrock, warb dafür, die Angebote des AStA zu nutzen: das Sozialbüro bei finanziellen Schwierigkeiten genauso wie den Copyservice und die Fahrradstation. Er erinnerte daran, dass zum Wintersemester das Kulturticket eingeführt wurde, das den jungen Leuten Freikarten für Museen oder Sportstätten beschert.

Freikarten für die Spiele der Baskets

Das gilt zum Beispiel auch für die Uni Baskets in der 2. Liga. Spieler Lars Lagerpusch machte darauf aufmerksam, dass es bei jedem Heimspiel 200 Freikarten für Studenten gibt, und warf außerdem zwei Basketbälle auf die Ränge des Audimax.

Die Bälle interessierten Hazal Erdogan weniger. Die 19-Jährige aus Hamm studiert in Paderborn Pädagogik und Englisch auf Bachelor. Sie will sich nicht nur in den Stoff vergraben, sondern neue Menschen kennenlernen und ihren Horizont erweitern. „Ein Studium bringt mich im Leben weiter als eine Ausbildung, auch weil es über einen längeren Zeitraum geht“, sagte sie am Mittwoch dieser Zeitung. Studieren ist in der Tat mehr als nur Lernen und auch mehr als Vorlesungen und Biertrinken.

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