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Krankheitswelle zwingt Padersprinter zu Sonderfahrplan

Paderborn gehen die Busfahrer aus

Paderborn

Das städtische Busunternehmen Padersprinter leidet unter einer hohen Zahl von Krankmeldungen. 24 Fahrerinnen und Fahrer fallen aktuell aus. 

 Kunden des Padersprinters müssen voraussichtlich bis zum 9. September mit den Einschränkungen leben, die der Sonderfahrplan mit sich bringt. Grund dafür ist eine Krankheitswelle.  Foto: Jörn Hannemann

Diese Zahl nannte die Technische Beigeordente der Stadt, Claudia Warnecke, am Donnerstagabend in der Sitzung des Rates. Erschwerend zu den Krankheitsfällen käme hinzu, dass vier Stellen für Busfahrerinnen und Busfahrer nicht besetzt seien. „Der Padersprinter hat eine Unterdeckung von 28 Personen“, sagte Warnecke. Acht Personen wiederum befänden sich noch in der Ausbildung.

Die städtische Verkehrstochter sah sich gezwungen, einen Sonderfahrplan aufzulegen. Der gilt seit Mittwoch und wird voraussichtlich bis zum 9. September aufrechterhalten. Für die Fahrgäste bedeutet das konkret: Innerhalb der Woche verkehren die Busse bis 18 Uhr im Stadtgebiet nach dem regulären Fahrplan. In der Zeit von 18 bis 20 Uhr gibt es laut Padersprinter „einzelne Taktlücken“, und ab 20 Uhr fahren die Busse montags bis freitags nach dem Sonntagsfahrplan. Samstags und sonntags bleibt es demnach aber beim gewohnten Angebot.

Beim Schülerverkehr gibt es keine Abstriche, genauso wenig wie auf den Linien 12, 43, 47, 52 und 61. Auch die Nachtbuslinien N1 bis N8 bleiben laut Padersprinter von den krankheitsbedingten Maßnahmen zunächst unberührt. 

Was ist mit den Abo-Kunden?

Björn Engel von den Grünen wies in der Ratssitzung darauf hin, dass der Padersprinter bereits zum dritten Mal in nur zwei Jahren auf einen Sonderfahrplan zurückgreife. Das sorge in der Bevölkerung für Unmut. Die Abo-Kunden zahlten ja trotzdem weiter. Engel wollte wissen, ob ihnen der Padersprinter zum Beispiel durch eine Rückerstattung entgegenkommen wolle.

Weil sich die Einschränkungen im Fahrplan nicht auf die Hauptverkehrszeiten bezögen, sieht die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke keine Grundlage für etwaige Ansprüche. Bislang sei von Kunden auch noch keine Fahrpreisrückerstattung beantragt worden. 

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