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Bürgermeister Dreier: "Bitte unterstützen Sie Przemyśl mit einer Spende" – Koordinierungsstab organisiert Hilfe

Paderborn hat Spendenkonten für Geflüchtete in der polnischen Partnerstadt eingerichtet

Paderborn/Przemyśl

Von heute auf morgen ist Paderborns polnische Partnerstadt Przemyśl Zufluchtsort für tausende Menschen geworden: Russland führt Krieg gegen die Ukraine, deren Grenze nur etwa zehn Kilometer von Przemyśl entfernt liegt. In Paderborn traf sich am Samstag ein Stab, um die Paderborner Hilfe zu koordinieren. Nach Auskunft der Stadt sollen Spenden in Kürze auf speziell eingerichteten Konten eingezahlt werden können. (Aktualisierung: Am Montag gab die Stadt deren Einrichtung bekannt.)

“Stoppt den Krieg in der Ukraine“, stand auf einem Plakat bei der Mahnwache vor dem Paderborner Rathaus am Donnerstag. Die Paderborner Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine, die in Przemyśl ankommen, rollt an. Die Paderborner Stadtverwaltung hat am Samstag angekündigt, Spendenkonten einzurichten. Foto: Jörn Hannemann

Die Stadt Paderborn hat ihre Hilfe bei der Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen, bei Spendenaktionen und der Organisation von Hilfslieferungen signalisiert und lässt Worten Taten folgen.

„Benötigte Hilfsgüter werden am Dienstag auf den Weg gebracht“, teilt die Stadt am Samstag mit. Außerdem werde die Verwaltung Spendenkonten einrichten, auf die Gelder eingezahlt werden können. Die Bankverbindungen würden kurzfristig bekanntgegeben, heißt es in der Mitteilung weiter.

Stadt Paderborn: Spendenkonten für Geflüchtete in Przemyśl sind eingerichtet

Koordinierungsstab eingerichtet

Auf Initiative von Bürgermeister Michael Dreier traf sich am Samstagmorgen ein Stab, bestehend aus zehn Personen, im Historischen Rathaus, um die Paderborner Hilfe für Przemyśl  zu koordinieren. Neben dem Bürgermeister, dem 1. Beigeordneten Carsten Venherm und Sozialdezernent Wolfgang Walter nahmen weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Paderborn, Michael Beivers, der stellvertretende Stadtbeauftragte des Malteser Hilfsdiensts Paderborn, Christian Weidlich, sowie Kreisgebietsleiter Thomas Gabor vom Deutschen Roten Kreuz daran teil. Der Koordinierungsstab wird  ergänzt durch den Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes OWL, Ingo Schlotterbeck, und den Vorsitzenden der Paderborner Johanniter, Matthias Cramer.

Bürgermeister Michael Dreier hat am Samstagmorgen einen Stab einberufen. Foto: Jörn Hannemann

Der Präsident des Freundeskreises Paderborn-Przemyśl, Janusz Bugaj, übersetzte im Rathaus das Gespräch mit Iwona Liweń, der persönlichen Referentin von Bürgermeister Wojciech Bakun. Sie berichtete stellvertretend für den Bürgermeister von Przemyśl über die aktuelle Situation. So laufe trotz 30 Kilometer langer Autoschlangen und voller Züge im Bahnhof vor Ort alles koordiniert und kontrolliert ab. Der Bürgermeister könne dabei auf die Unterstützung der örtlichen Hilfsorganisationen und die  Mithilfe der Bevölkerung setzen, hieß es. 

Notstromaggregat ist angekommen

Das Notstromaggregat, mit dem sich die Paderborner Feuerwehr am Freitag mit Unterstützung von Westfalen Weser nach Przemyśl auf den Weg gemacht hatte, ist angekommen. Um möglichst effektiv helfen zu können, werden zurzeit vorrangig Geldspenden für die Anschaffung weiterer Hilfsgüter benötigt.

„Gemeinsam mit Landrat Christoph Rüther und der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern aus den kreisangehörigen Kommunen arbeiten wir Hand in Hand“, sagt Michael Dreier. „Nicht nur in Paderborn gibt es ein unglaubliches Hilfsangebot aus der gesamten Bevölkerung, von Vereinen und Institutionen sowie eine große Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und unserer Partnerstadt. Ich möchte mich erneut gemeinsam mit Bürgermeister Wojciech Bakun für diese überwältigende Hilfsbereitschaft bedanken.“

Über die aktuelle Entwicklung durch den russischen Angriff auf die Ukraine halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

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