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Verstoß gegen die Maskenpflicht in der Praxis – Mediziner aus Paderborn kommt nicht zur Verhandlung

Paderborner Arzt muss 150 Euro Strafe zahlen

Paderborn

Wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung muss ein Arzt aus Paderborn 150 Euro zahlen. Die Summe setzt sich aus zwei Bußgeldbescheiden von 50 und 100 Euro zusammen, die der Kreis Paderborn und die Stadt Paderborn erlassen hatten. Der Facharzt für Nuklearmedizin soll in seiner Praxis keine Mund-Nasen-Maske getragen und Patienten aufgefordert haben, die Maske abzunehmen

Von Dietmar Kemper

Die Maskenverweigerung des Arztes, der gestern nicht vor Gericht erschien, ist auch Thema bei Patienten, wie hier auf dem Internet-Arztportal Jameda. Foto: Schwabe, Althoff

Obwohl er Einspruch gegen die Bußgeldbescheide eingelegt hatte, erschien der Arzt am Montag nicht zur Verhandlung vor dem Paderborner Amtsgericht. Richter Michael Vondey wartete eine Viertelstunde auf ihn und erklärte dann, der Mediziner sei unentschuldigt nicht erschienen, seine Einsprüche gegen die Bußgeldbescheide würden verworfen. Völlig außergewöhnlich scheint so ein Verhalten offenbar nicht zu sein. Gegner der Corona-Maßnahmen des Staates scheuten „die direkte Konfrontation im Gerichtssaal“, sagte der Richter dieser Zeitung, und: „Ärzte kommen ohnehin ungern vor Gericht.“ Der Fall sei ungewöhnlich, weil der Arzt erst Einspruch gegen die Bußgeldbescheide eingelegt habe, dann aber die Verhandlung habe platzen lassen. „Er hätte den Einspruch ja rechtzeitig zurückziehen können“, sagte der Richter.

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