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Familienunternehmen legt Wert auf Individualität

Paderborner Goldschmiede Asmis feiert 50-jähriges Jubiläum

Paderborn

Die Zahl der Betriebe in der Paderborner Fußgängerzone, die auf mehrere Jahrzehnte Firmengeschichte zurückblicken können, wird kleiner. Umso größer ist die Freude bei der Goldschmiede Asmis. In diesem Jahr feiert das Traditionsunternehmen seinen 50. Geburtstag. Nils-Christian Asmis, der die Goldschmiede 2011 von seinem Vater Christian übernommen hat, wirft gerne einen Blick in die Historie, hat aber auch Pläne für die Zukunft.

Karin, Christian und Nils-Christian Asmis präsentieren stolz den Goldenen Meisterbrief, der Christian Asmis zum 50. Jahrestag der Meisterprüfung verliehen wurde. Foto: Goldschmiede Asmis

Gegründet hat der Goldschmiede-Meister Christian Asmis den Betrieb 1972 im lippischen Schlangen mit Unterstützung seiner Frau Karin. Von Beginn an stand die Fertigung individueller Schmuckstücke, aber auch das Umarbeiten traditioneller Arbeiten im Fokus. „Wir sind ganz klein angefangen“, erinnert sich der Gründer und berichtet von seinem damaligen Wunsch, ein Geschäft in der Großstadt, im nahen Paderborn, zu eröffnen.

1978 folgte der Umzug der Goldschmiede an den Kamp 30 mitten in das Herz der Paderborner Innenstadt. Anfang der 1990er Jahre musste das Haus samt Werkstatt dem Neubau der Libori-Galerie weichen. Für die Goldschmiede Asmis bedeutete das die Chance, näher an das Historische Rathaus heranzurücken. Seit 1991 lautet die einprägsame Adresse „Kamp 1“.

Aus Ein-Mann-Betrieb wird kleine Manufaktur

Aus dem Ein-Mann-Betrieb ist eine kleine, aber feine Manufaktur geworden. Karin Asmis hat im Laufe der Zeit eine Perlen- und Steinkettenabteilung gegründet, die später unter Mitwirkung der Mitarbeiterin Heidemarie Hoppe erweitert wurde. 2005 ist Nils-Christian Asmis in das Unternehmen eingetreten; 2011 hat er die Goldschmiede von seinem Vater übernommen.

Zum Asmis-Team gehören heute sieben feste Mitarbeiter – darunter drei mit Meistertitel und vier ausgebildete Goldschmiedinnen mit diversen Zusatzqualifikationen – und drei freie Edelsteinfasser. Seit einigen Jahren ist die Goldschmiede als Ausbildungsbetrieb vom Land Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

„Wir entwickeln uns stetig weiter“, sagt Nils-Christian Asmis. Allen Widrigkeiten der vergangenen Jahre zum Trotz kann er sich hinsichtlich der Nachfrage nach seinen Schmuckstücken nicht beklagen. „Hochwertige Handarbeit ist immer gefragt“, sagt der Goldschmied. „Wir können mit unserem Team alle Tätigkeiten rund um edlen Schmuck abbilden.“

Das Jubiläums-Team mit (von links) Monika Lipke, Heidemarie Hoppe, Sarah Klaholz, Nils-Christian Asmis, Anastasia Lusin, Vera Hüster und Kathrin Räker. Foto: Goldschmiede Asmis

Dazu gehört die Neufertigung nach den individuellen Wünschen der Kundinnen und Kunden ebenso wie das Auf- oder Umarbeiten vorhandener Schmuckstücke. „Wir freuen uns immer, wenn Menschen den Mut haben, den eigenen Schmuck von uns neu interpretieren zu lassen“, sagt Nils-Christian Asmis. In engem Austausch entstünden so ganz neue Kostbarkeiten.

Neben Tradition und Fachkenntnis zählen am Kamp 1 Vertrauen und Kreativität. Es gelte, Bewährtes zu pflegen, aber auch offen für Neues zu sein. Die Kundinnen und Kunden legten stets Wert auf Individualität und scheuten auch nicht lange Wege nach Paderborn. „Unsere Auftraggeberinnen und Auftraggeber kommen mittlerweile aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland“, berichtet Nils-Christian Asmis.

Dass sich die Goldschmiede Asmis in den vergangenen 50 Jahren einen guten Namen gemacht hat, ist eine gute Grundlage für die Zukunft. Dem Kamp steht das inhabergeführte Familienunternehmen in jedem Fall sehr gut.

Anlässlich des Jubiläums wird die Familie Asmis ihr Glück der vergangenen Jahrzehnte symbolisch verzehnfachen und damit Gutes tun. Für 50 Jahre Unternehmensgeschichte spendet sie 500 Euro an die Paderborner Ukraine-Hilfe.

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