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Metropolitankapitel bittet um Spenden für ukrainische Gemeinde

Paderborner Krippenaktion rückt Geflüchtete aus der Ukraine ins Zentrum

Paderborn

Mit der diesjährigen Krippenaktion im Paderborner Dom möchte das Metropolitankapitel besonders auf die geflüchteten Menschen aus der Ukraine aufmerksam machen. Während der Adventszeit sollen die Perspektiven von Betroffenen, ihre Sorgen und Nöte in den Blick gerückt werden.

Das große Friedenszeichen in den Farben Blau und Gelb drückt in der Krippenlandschaft die Hoffnung auf Frieden und Versöhnung aus. Foto: Benjamin Krysmann / Erzbistum Paderborn

Die Aktion rund um die große Krippenlandschaft der Paderborner Bischofskirche startet mit einem Gottesdienst am ersten Adventssonntag um 11.45 Uhr. Zur Unterstützung von Geflüchteten aus der Ukraine, die in Paderborn Schutz und Hilfe finden, bittet das Metropolitankapitel um Spenden.

Ab dem ersten Adventssonntag und somit mit Beginn des neuen Kirchenjahres können sich die Besucherinnen und Besucher des Paderborner Doms wieder auf besinnliche Augenblicke freuen, die gerade in herausfordernden Zeiten Hoffnung schenken können. Im Mittelpunkt steht dabei die große Krippenlandschaft im sogenannten Hasenkamp mit den vielen verschiedenen Figuren aus dem alltäglichen Leben der Paderstadt. Dazu gehört auch die jährliche Krippenaktion, bei der das Metropolitankapitel ein aktuelles Ereignis oder eine bestimmte Personengruppe in den Fokus rückt.

Friedenszeichen in den Farben Blau und Gelb

Schon an der Gestaltung der Krippenlandschaft ist das Anliegen des Metropolitankapitels zu erkennen. Ein großes Friedenszeichen in den Farben Blau und Gelb zeigt an, um was und wen es in diesem Jahr bei der Krippenaktion geht: um den Krieg in der Ukraine und seine schweren Folgen vor allem für die Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Angst um ihr Leben ihre Heimat verlassen mussten und viele Entbehrungen zu ertragen haben. Aufgebaut wurde die Krippenlandschaft in diesem Jahr bereits zum dritten Mal von Inhaftierten der JVA Bielefeld-Senne zusammen mit Heike Bohle, der Ausbilderin des Gartenbauteams der JVA.

Die Baumkrone aus grauer Stahlwolle und die darunterliegenden verkohlten Baumstämme deuten auf die vielen Kriegsgebiete und Krisenherde in der Welt hin. Foto: Benjamin Krysmann / Erzbistum Paderborn

Auf einem Monitor seitlich neben der Krippenlandschaft werden eindrückliche Bilder von Fluchtsituationen und Hilfsaktionen gezeigt. An Stellwänden berichten drei geflüchtete Personen mithilfe von gestalteten Plakaten und privaten Fotos, wie sie den Krieg in ihrer Heimat und ihre Flucht erlebt haben. Dazu wird die Dokumentation „Drei Tage in Przemysl“ über den ehrenamtlichen Einsatz von Christian Weidlich, stellvertretender Stadtbeauftragter der Malteser, in der polnischen Partnerstadt von Paderborn an der ukrainischen Grenze gezeigt.

Spendenkonto eingerichtet

Eröffnet wird die Krippenaktion mit einem Gottesdienst am ersten Adventssonntag, 27. November, um 11.45 Uhr im Hohen Dom. Als wiederholtes Zeichen für Solidarität und Frieden feiern zusammen mit der Domgemeinde und der ukrainischen Gemeinde Dompastor Matthias Klauke und Vikar Ihor Tril die heilige Messe.

Insbesondere für die Geflüchteten aus der Ukraine, die derzeit in Paderborn Schutz und Hilfe finden, bittet das Metropolitankapitel um Spenden. Sie werden mit Abschluss der Krippenaktion an Vikar Ihor Tril übergeben. Er ist zuständig für die ukrainische Gemeinde in Paderborn und begleitet auch die geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer. Mit dem gesammelten Geld soll die Gemeindearbeit unterstützt werden.

Das Spendenkonto lautet: Metropolitankapitel, IBAN DE77 4726 0307 0010 9903 00, Stichwort: Krippenaktion 2022

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