1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Paderborn
  6. >
  7. Paderborner Schützen suchen Nachfolger für König Dirk Scholl

  8. >

PBSV verzichtet auf Abschlussfeuerwerk und spendet stattdessen 10.000 Euro an die Tafel

Paderborner Schützen suchen Nachfolger für König Dirk Scholl

Paderborn

Wer wird neuer König des Paderborner-Bürger-Schützenvereins? Zwei Namen werden im PBSV bereits gehandelt: Der neue Adjutant und bisherige Presseoffizier Christian Nolden sowie der ehemalige Adjutant Marc Klahold-Heiermeyer gelten als ganz heiße Kandidaten für die Nachfolge von Seiner Majestät Dirk Scholl.

Von Ingo Schmitz

Ab Montag ist der PBSV-Adler im Klingenthal-Schaufenster zu sehen: Christian Kohlenberg und Klingenthal-Auszubildende Anna-Maria Düchting zeigen das Tier. Foto: Oliver Schwabe

Fast auf den Tag genau drei Jahre war Scholl zusammen mit seiner Königin Jana Mirk im Amt. Jetzt sind die Tage der Regenten und des jungen Hofes gezählt. Auch wenn sich das Fest vom 8. bis 11. Juli am traditionellen Ablauf orientiert, so gibt es in diesem Jahr doch einige Neuerung: Verzichten müssen die Schützen und Gäste diesmal auf das Abschlussfeuerwerk am Montagabend. Stattdessen möchte der Verein seiner sozialen Verantwortung gerecht werden und der Paderborner Tafel 10.000 Euro spenden, sagte Oberst Thomas Spieker.

Neu sind auch die Bierpreise: Der Verein mit seinen 4267 Mitgliedern erhöht den Preis pro 0,2-Liter-Glas von 1,50 auf 1,80 Euro. Biermarken gibt es für Mitglieder im Vorverkauf für 1,50 statt bisher 1,20 Euro. Die Preise seien weiterhin moderat, weil der Verein die Bewirtung in Eigenregie sicherstelle. Außerdem seien die Preise seit neun Jahren unverändert und eine Anpassung überfällig gewesen, betonte Kämper-Hauptmann Jürgen Lutter.

Die Paderborner Schützen sind bereit für den Neustart (von links): Hauptmann Peter Disselnmeyer, Hauptmann Andreas Kneer, Rendant Frank Langenhorst, Oberst Thomas Spieker, Oberstleutnant Bernd Zengerling, Hauptmann Rüdiger Uhle, Hauptmann Jürgen Lutter sowie Hauptmann Hubert Salmen.Die Paderborner Schützen sind bereit für den Neustart (von links): Hauptmann Peter Disselnmeyer, Hauptmann Andreas Kneer, Rendant Frank Langenhorst, Oberst Thomas Spieker, Oberstleutnant Bernd Zengerling, Hauptmann Rüdiger Uhle, Hauptmann Jürgen Lutter sowie Hauptmann Hubert Salmen. Foto: Franz Köster

Oberst Spieker betonte, dass der PBSV gut durch die Corona-Pandemie gekommen sei. Das lasse sich sowohl an den Mitgliederzahlen als auch am Kassenstand ablesen. Trotz einiger Abgänge sei die Mitgliederzahl konstant. Rendant Frank Langenhorst berichtete, dass sich der Kassenstand positiv entwickelt habe, was an der Mitgliederentwicklung, den zuverlässigen Pachtzahlungen der Pader­hallen-Betriebsgesellschaft und den geringeren Ausgaben gelegen habe.

Großer Zapfenstreich vor dem Rathaus

Erster Publikumsmagnet beim Schützenfest ist der Große Zapfenstreich am Freitag, 8. Juli, 21 Uhr, vor dem Rathaus. Seinen ersten großen Auftritt hat der Königsadler am Samstag beim Festzug zum Schützenplatz. Das Tier, das erneut von Reinhard Hepers erschaffen wurde, sei in einem perfekten Zustand, um ein spannendes Schießspiel zu gewährleisten. „Das Lindenholz hat eine Feuchte von 4,85 Prozent“, glänzte der Oberst mit Fachwissen. Erstmals soll in diesem Jahr beim Königsschießen am Montag (Beginn: 13.15 Uhr) etwas stärkere Munition zum Einsatz kommen, berichtete Oberstleutnant Bernd Zengerling. Dadurch werde noch mehr Spannung beim Schießspiel erwartet.

Das Festprogramm

Die Hauptleute Andreas Kneer (Königsträßer Kompanie), Hubert Salmen (Maspern), Peter Disselnmeyer (Heide), Jürgen Lutter (Kämper) und Rüdiger Uhle (Western) verschwiegen nicht, dass es in ihren Kompanien noch einige Reflektanten gebe, die ebenfalls auf die Königswürde schielten. Das liege wohl auch an der neuen, charmanten Königin Stefanie Nötges, die der PBSV bereits im Mai der Öffentlichkeit präsentiert hatte. Die 40-Jährige ist freiberufliche Hebamme in Paderborn und die Partnerin von Markus Luckey, Verwaltungsrat der Heidekompanie.

Gefeiert wird in überdachten Bauden

Hinsichtlich der Corona-Lage ist sich Oberst Thomas Spieker sicher, dass die Schützen und Gäste ein möglichst sicheres Fest erleben werden. Zum einen werde in den überdachten Bauden gefeiert. Damit eine stete Durchlüftung gewährleistet ist, werde man auf Zeltwände verzichten. Zudem sei eine Ansteckung mit dem Virus bei der Benutzung von Gläsern ausgeschlossen, versicherte Spieker. Beim Spülen herrschten höchste Hygiene-Standards. Trotzdem hat Spieker eine herzliche Bitte: Sollte jemand Symptome verspüren, möge er dem Fest fernbleiben.

Startseite
ANZEIGE