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Lesung im Rahmen der 50 Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr der Universität

Paderborner Studenten befassen sich mit dem Nibelungenlied

Paderborn

Ein heißer Sommerabend. Kulturinteressierte und Studenten der Universität Paderborn versammeln sich im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn und freuen sich, der Wärme entfliehen zu können. Gespannt warten alle darauf, dass die Veranstaltung losgeht: eine Lesung über eines der bedeutendsten literarischen Werke in Deutschland – das Nibelungenlied.

Von Valeria Eichwald

Museumsleiter Dr. Holger Kempkens (von links) mit den Studenten, die die Lesung organisiert und durchgeführt haben: Tobias Nee, Adriana Papadopoulou, Philipp Plengemeyer, Anisa Berisha, Viola Conze, Hendrik Benteler, Svenja Rehm, Josephine Wiesemann, Natalie Hansen und Regina Venneker. Foto: Valeria Eichwald

Im Sommersemester der Hochschule haben sich die Studenten und Studentinnen im Rahmen eines Projektseminars von Prof. Dr. Lothar van Laak vom Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft mit der Sage beschäftigt. Die daraus resultierende Lesung ist eine von 50 Veranstaltungen, welche zur Feier des Jubiläumsjahres der Universität Paderborn organisiert werden.

Das Nibelungenlied ist der bedeutendste mittelhochdeutsche Heldengesang, der um 1200 im Raum Passau entstanden war. Das Epos handelt von dem jungen Siegfried, der dem Burgundenkönig Gunther hilft, die Isländerkönigin Brünhild zu besiegen und schließlich Gunthers Schwester Kriemhild heiratet.

Roman von Felicitas Hoppe steht im Fokus

Es gibt verschiedene Formen der Sage, die während der Lesung aufgegriffen werden. Ganz besonders der Roman „Die Nibelungen – Ein deutscher Stummfilm“ von Felicitas Hoppe. Die Schriftstellerin, hatte 2012 den renommiertesten Literaturpreis im deutschen Sprachraum, den „Georg-Büchner Preis“, gewonnen. Hoppe erfand die Geschichte der Nibelungen neu und erzählt die Geschichte der Figuren auf eine andere Weise. So ist ihre Version der Nibelungen als ein prachtvolles Theaterstück im Hier und Heute, und auch neue Hauptrollen  werden eingeführt.

Während eines  Rundgangs durch einzelne Bereiche des Museums werden immer wieder Abschnitte vorgelesen, wobei die Umgebung zu einer gemütlichen und angenehmen Atmosphäre beiträgt. So handelt ein Abschnitt von wertvollen Schätzen, und passend dazu finden sich die Teilnehmer in einer goldenen Schatzkammer wieder.

Neben dem Lesen des Textes werden auch weitere Aspekte des Liedes näher thematisiert. Zum Beispiel die Nibelungenfestspiele Worms, ein Theaterfestival, das seit seiner Wiederbegründung im Jahr 2002 meist im Juli oder August im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz stattfindet. Der Aufführungsort ist eine Freiluftbühne direkt vor dem Wormser Kaiserdom.

Eine interessante und lehrreiche Veranstaltung, die die Begeisterung der Studierenden für ihr Studium deutlich widerspiegelte.

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