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Täter geben sich als Mitarbeiter des „Federal Police Department“ aus

Paderbornerin überweist 2000 Euro an Telefonbetrüger

Paderborn

Eine 24-jährige Frau aus Paderborn ist am Dienstag Opfer einer sich immer weiter ausbreitenden Telefon-Betrugsmasche geworden und hat fast 2000 Euro auf ein Konto der Täter überweisen.

Symbolbild. Foto: dpa

Die Masche, bei der sich die englisch sprechenden Anrufer meistens per Bandansage als Mitarbeiter von Europol, Interpol oder „Federal Police Department“ ausgeben, läuft seit einigen Wochen. Bundesweit wird vor den Betrügern gewarnt – auch durch die Paderborner Polizei, wie diese mitteilt.

Nach der Bandansage soll der Angerufene eine Zifferntaste drücken. Dann wird mit einem „echten“ Menschen verbunden. Der erzählt etwas über Unstimmigkeiten oder Probleme mit der Identität oder dem Bankkonto der angerufenen Person. Täter sollen diese Daten für Straftaten missbrauchen, beziehungsweise die Identität des Angerufenen sei für Straftaten missbraucht worden. Angeblich sei auch das Bankkonto betroffen oder es gäbe ein großes Ermittlungsverfahren. Würde man eine Auskunft verweigern, so wurde auch bereits mit fünf Jahren Haft gedroht.

Der 24-jährigen Paderbornerin, die am Dienstag auf ihrem Handy angerufen wurde, gaukelten die Täter vom „Federal Police Department“ vor, ihr Geld sei nicht mehr sicher und müsse dringend auf ein anderes Konto überwiesen werden. Auf die Frage, ob sie die Angelegenheit nicht mit der Polizei vor Ort erledigen könne, gaben die Täter an, dann würde sie dort sofort festgenommen. Die Betrüger wechselten die Rollen. Eine weibliche und eine männliche Stimme, beide englisch sprechend, setzten die junge Frau in den insgesamt fast zwei Stunden dauernden Telefonaten dermaßen unter Druck, dass sie zwei Überweisungen auf ein ausländisches Konto durchführte.

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