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Michael Dreier zeigt sich überwältigt von Hilfsbereitschaft - Krisenstab tagt Montag

Paderborns Bürgermeister besucht Familie des schwer verletzten Tornado-Opfers

Paderborn

Acht Tage nach dem verheerenden Tornado in Paderborn bedankt sich Bürgermeister Michael Dreier im Namen der Stadt und im Namen von Landrat Christoph Rüther und dem Kreis Paderborn bei allen Helferinnen und Helfern.  Die Familie der schwer verletzten Person hat er am Mittwoch besucht, wie die Stadt jetzt mitteilte.

Angesichts der Wetterlage an diesem Wochenende gibt die Stadt das Paderquellgebiet noch nicht frei. Foto: Stadt Paderborn

„Mit unseren Gedanken und den besten Wünschen sind wir bei den 43 Verletzten. Insbesondere der nach wie vor um ihr Leben kämpfenden Person wünschen wir alles erdenklich Gute“, so Dreier. Er hat die Familie der betroffenen Person bereits am Mittwoch besucht und steht mit ihr permanent im Austausch.

„Ich bin unendlich dankbar für die Hilfe so vieler Menschen, die uns noch immer von allen Seiten erreicht“, sagt  Dreier. In den vergangenen Tagen sei er rund um die Uhr im Einsatz gewesen, um sich ein Bild von der Situation zu machen und zu unterstützen, wo es geht.

Alle Repräsentationstermine übernähmen derzeit die stellvertretenden Bürgermeister beziehungsweise die stellvertretende Bürgermeisterin, so Dreier. „Ich bin noch immer bestürzt über das Ausmaß der Verwüstung, die der Tornado hinterlassen hat. Zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt sind, berührt mich umso mehr“, betont er.

Dreiers Dank gilt unter anderem den Feuerwehren aus Stadt und Kreis, der Polizei, dem Ordnungsamt und den Sicherheitsdiensten, den Hilfsorganisationen wie etwa dem Technischen Hilfswerk, das mit rund 100 Menschen im Einsatz war, den Städten und Gemeinden im Kreis Paderborn, die ausnahmslos ihre Unterstützung angeboten haben, sowie den Städten aus der Region für ihre große Hilfsbereitschaft.

Darüber hinaus bedankt sich der Bürgermeister bei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern – nicht nur in der Innenstadt, sondern zum Beispiel auch in Neuenbeken und Benhausen. Viele Privatpersonen sind hier an Christi Himmelfahrt zusammengekommen, um Nachbarschaftshilfe zu leisten und die Felder nach Trümmern und Kleinteilen abzusuchen.

Bürgermeister Michael Dreier über die Hilfe aus Przemyśl

Sogar aus der polnischen Partnerstadt Przemyśl haben 15 Bürgerinnen und Bürger die rund 1200 Kilometer weite Reise nach Paderborn angetreten, um beim Aufräumen zu helfen – „ein großes Geschenk und eine wunderbare Geste“, wie Michael Dreier es beschreibt. Für die große Hilfsbereitschaft dankt Dreier auch den Hotels sowie den zahlreichen Einrichtungen und Unternehmen, die den von den Tornadoschäden betroffenen Paderbornerinnen und Paderbornern unmittelbar ihre Unterstützung angeboten haben.

Hilfsbereit zeigten sich auch die Paderborner Schützen, die die Hilfskräfte mit Speisen und Getränken versorgten. Für das sehr gute Zusammenspiel in der letzten Woche bedankt sich der Bürgermeister außerdem bei den Handwerksbetrieben, die dafür gesorgt haben, dass viele Schäden bereits repariert werden konnten.

Auch an die Ämter und Eigenbetriebe der Stadt Paderborn richtet Dreier ein herzliches Dankeschön: Die enge Abstimmung – insbesondere in dem kurzfristig einberufenen Krisenstab – ermögliche es, sehr schnell auf aktuelle Anforderungen und Entwicklungen zu reagieren. Im Krisenstab sind sämtliche operative Bereiche der Stadtverwaltung sowie die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, der ASP und die WFG aktiv. Er tagt am kommenden Montag wieder, um das weitere Vorgehen im Umgang mit den Folgen des Tornados zu besprechen.

1000 städtische Bäume gefallen

Derzeit werden die Aufräumarbeiten in der Innenstadt fortgesetzt. Fast alle Bäume sind mittlerweile beschnitten, weggeräumt oder gefällt. Ab nächster Woche werden die Baumstümpfe entfernt. Nach einer ersten Schätzung des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen sind allein etwa 1000 städtische Bäume gefallen.

Straßenschäden sowie Schäden an Brücken, Beleuchtung oder Beschilderung werden derzeit durch das Straßen- und Brückenbauamt der Stadt Paderborn aufgenommen.

Am Wochenende sind das Paderquellgebiet sowie der Riemekepark aufgrund der Wetterlage sicherheitshalber noch nicht freigegeben. Die Straßen um das Gartendenkmal beziehungsweise um den Riemekepark können aber betreten werden. Im Geißelschen Garten wurden bisher nur die verkehrssicheren Bereiche freigegeben.

Alle Berichte, Videos und Fotostrecken zum Unwetter in OWL und zum Tornado in Paderborn finden Sie auf unserer Themenseite: www.westfalen-blatt.de/unwetter.

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