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Bürger bereitet Algenwachstum Sorge – Untersuchung läuft

Padersee mit grünem Teppich

Paderborn (WB). Erst der Kolk im Riemekepark und die Fischteiche, jetzt auch der Padersee: Der zunehmende Algenwuchs in den Paderborner Gewässern bereitet den Bürgern Sorge. Nach Aussage von Pressesprecher Jens Reinhardt findet am Padersee eine Untersuchung statt, deren Ergebnisse Ende September vorliegen sollen.

Ingo Schmitz

Idylle pur, doch der Algenwuchs im Padersee macht den Bürgern Sorge. Aktuell läuft eine Untersuchung zur Wasserqualität, deren Ergebnisse Ende September der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen, teilt die Stadt mit. Foto: Oliver Schwabe

Die Neugestaltung des mittleren Paderquellgebiets an der Paderhalle sowie der Maspernpader und des Padersees begeistert die Menschen. Die Naherholungsgebiete stehen im Fokus der Besucher und werden gut angenommen. Vor allem auch der Padersee mit der neuen Umflut hat nach dem Umbau im vergangenen Jahr viel für Spaziergänger und Jogger zu bieten. Doch seit Tagen mehren sich die Hinweise auf die störenden Algen. Das Wasser in den Uferbereichen wird grün und grüner, die Algen breiten sich stark aus und legen sich wie ein Teppich auf die Oberfläche.

Algenwuchs zur jetzigen Jahreszeit ein generelles Problem

Stadtpressesprecher Jens Reinhardt erklärte auf Anfrage, dass der Algenwuchs zur jetzigen Jahreszeit ein generelles Problem sei. »Wärme, Licht und Nährstoffe fördern das Wachstum«, sagte Reinhardt und verwies noch einmal auf das in Paderborn geltende Fütterungsverbot von Enten, Fischen und Co. Laut Verwarngeldkatalog werden 25 Euro fällig, wer trotz Verbots die Wildvögel mit Nahrung versorgt und dabei erwischt wird. Grund: Die Reste beschleunigen unter anderem das Algenwachstum.

Um den Erfolg der Paderseeumflut überprüfen zu können, habe das Amt für Umweltschutz und Grünflächen unlängst ein Monitoring-Programm in Auftrag gegeben, sagte Reinhardt. Experten sollen untersuchen, ob das Projekt »Umflut« erfolgreich war. Es wird überprüft, wie sich die Wasserqualität nun in der Umflut und in dem See darstellt.

Füttern von Tieren unterlassen

Auch im Kolk im Riemekepark werde überprüft, ob dort weitere Maßnahmen notwendig seien, kündigte Reinhardt an. Die Grünen im Rat der Stadt Paderborn hatten mehrfach auf den Algenwuchs dort hingewiesen. Die Stadt hatte im Gegenzug die Bürger ermahnt, das Füttern der Tiere zu unterlassen.

Mit den Ergebnissen der Gewässeruntersuchung wird nicht vor Mitte oder Ende September gerechnet. Dann sollen auch die entsprechenden Gremien über den Zustand der Gewässer informiert werden. Keine Veränderungen sind übrigens an der Gestaltung des neuen Damms an der Paderumflut vorgesehen. »Der Bewuchs soll sich natürlich entwickeln. Ein Rasen wie auf dem Golfplatz ist nicht vorgesehen. Sollte es bei dieser natürlichen Begrünung nach einer gewissen Zeit Defizite geben, werden wir tätig werden«, teilte der Sprecher mit.

Zufluss für Fischteiche reicht nicht

Sorgenkinder bleiben auch in diesem Sommer die Fischteiche. Zwar sind sie nicht wie 2018 völlig ausgetrocknet, aber der Uferbereich wird immer größer. Anfang des Jahres sollte eine Leitung verlegt werden, die die Teiche mit Überschusswasser aus einer privaten Fischanlage versorgen soll. Derzeit wird sichtbar, dass das Wasser aber wohl immer noch nicht reicht, um das Austrocknen zumindest in Teilbereichen zu verhindern. Die Frage bleibe, ob ein weiterer Brunnen angezapft werden müsse, heißt es bei der Stadt.

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