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Bis 2024 soll ein Entwicklungskonzept aufgestellt werden

Pflegezustand der Paderborner Friedhöfe im Fokus

Paderborn

Die Stadt Paderborn will bis 2024 ein Entwicklungskonzept für ihre Friedhöfe aufstellen. Das erfuhren die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Konversion. Derzeit ist die Verwaltung dabei, ein Kataster vorzubereiten, sagte Stefan Buschmeier vom Amt für Umweltschutz und Grünflächen am Mittwochabend. Damit antwortete er zugleich auf eine Anfrage der CDU-Fraktion zum Pflegezustand auf den städtischen Friedhöfen.

Von- Rajkumar Mukherjee

Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Maximilian Zahl, stellvertretendes Ausschussmitglied für die CDU, hob in der Begründung zum Antrag seiner Fraktion einen Punkt hervor: marode Brunnen. „Teilweise scheinen die Brunnen leer zu sein oder aus anderen Gründen nicht zu funktionieren“, sagte Zahl. Aus Sicht der CDU stellen die Brunnen aber „einen wesentlichen Faktor für eine funktionierende Friedhofsinfrastruktur“ dar. Nur so könne eine Grabpflege durch Angehörige sichergestellt werden. Die CDU bat die Verwaltung darum, einen Bericht über den aktuellen Zustand der Brunnen auf allen Friedhöfen zu geben, einen Maßnahmenkatalog aufzustellen und das voraussichtliche Investitionsvolumen zu nennen. Mit ihrem Antrag habe die CDU dem Vorhaben der Verwaltung zur Entwicklung der Friedhöfe vorausgegriffen, sagte Buschmeier. Zum Thema maroder Brunnen verwies er auf den Waldfriedhof. „Da funktionieren die Brunnenanlagen nicht zu 100 Prozent“, sagte er. Dazu stehe aber bereits eine Vergabe von Arbeiten zur Erneuerung der Wasserleitung bevor.

Untersuchung wird zwei Jahre dauern

Ziel des Konzepts zur Entwicklung der Friedhöfe soll es sein, darin Vorgaben zu formulieren und entsprechende Maßnahmen vorzuschlagen. Noch stehe aber der Abschluss des Katasters und des Konzepts bevor. „Das wird sicherlich zwei Jahre dauern, bis die Untersuchung abgeschlossen ist“, sagte Buschmeier. Bis dahin sei die Verwaltung für Hinweise dankbar, etwa zu Mängeln.

Unterdessen fragte Hartmut Hüttemann, fraktionsloser Ratsherr und beratendes Mitglied im Ausschuss, wie es überhaupt zu Mängeln wie an Brunnen kommen könne. „Die Verwaltung überwacht doch regelmäßig die Friedhöfe und alle Grünanlagen“, sagte er. Dazu verwies Buschmeier generell auf „viele Aufgaben“ sowie „ein begrenztes Budget, begrenzte Personalkapazität“. Dennoch sei die Verwaltung bemüht, Defekte „schnellstmöglich abzustellen“.

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