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Astrid Lindgrens Kinderbuch-Klassiker wird an der Freilichtbühne gespielt

Pippi Langstrumpf probt im Schlosspark

Paderborn (WB). Astrid Lindgrens Kinderbuch-Klassiker »Pippi Langstrumpf« wird in diesem Sommer an der Freilichtbühne Schloß Neuhaus aufgeführt. Im Bühnenhaus haben die Proben begonnen.

Manfred Stienecke

Probenszene mit (von links) Moritz Büse (Tommy), Kate Leonard (Annika), Judith Brink (Pippi) und Simon Michels (Herr Nilsson). Foto: Stienecke

Judith Brink paukt derzeit ihren Text ein. Die 20-Jährige hat die Hauptrolle übernommen und damit den größten Teil des Stücktextes zu sprechen. »Die Hälfte habe ich schon drin«, sagt sie. Seit elf Jahren wirkt die angehende Arzthelferin im Ensemble der Freilichtbühne mit und hat 2013 schon einmal im Familienstück die Hauptrolle spielen dürfen.

»Pippi war aber immer schon meine Traumrolle«, freut sich Judith Brink, dass das Stück in diesem Sommer auf dem Spielplan steht und sie das bärenstarke, so herrlich unangepasste Mädchen spielen darf. »Die Bücher habe ich schon als Kind immer gern gelesen.«

Premiere am 18. Mai

Premiere hat die Inszenierung von Julian Klenner am 18. Mai. Gespielt wird das Stück, das schon für Kinder ab drei Jahren geeignet ist, in elf Nachmittags- und vier Vormittagsaufführungen, die speziell für Kindergärten und Grundschulen gedacht sind. Zwei Termine sind bereits ausgebucht.

»Das Textbuch ist ein Potpourri der Geschichten vor Pippis Fahrt nach Taka-Tuka-Land«, berichtet Julian Klenner (22), der zum ersten Mal an der Freilichtbühne Regie führt. »Wir orientieren uns an der Buchvorlage und nicht so sehr an den Filmen.« So beginnt das Stück auf dem Jahrmarkt, auf dem Pippi den Ringkampf gegen den Starken Gustav gewinnt.

Die Szenerie bietet rund 30 Darstellern die Möglichkeit, mitzuwirken. »Wir hatten im Oktober des vergangenen Jahres ein Treffen für interessierte Mitspieler organisiert, das sehr gut besucht war«, berichtet Öffentlichkeitsreferent Björn Leisten. »Deshalb sind jetzt auch viele neue Gesichter auf der Bühne zu entdecken.«

Märchenschloss verwandelt sich in Villa Kunterbunt

Noch wird im Bühnenhaus geprobt. Aber sobald es die Temperaturen zulassen, soll es nach draußen auf die Naturbühne im Schlosspark gehen. Jeweils samstags und sonntags kommen die Mitspieler für jeweils fünf Stunden zusammen, damit bis zur Premiere alles sitzt.

Die »Villa Kunterbunt«, in dem die Seeräubertochter zusammen mit ihrem Äffchen Herr Nilsson wohnt, lässt sich auf der Bühne schon erahnen. Für die Kulisse nutzen die Techniker des Vereins das letztjährige Bühnenbild aus dem Märchenstück »Schneewittchen«. Das Schloss wird leicht verändert und neu gestrichen – und schon wird die windschiefe Pippi-Villa daraus.

In das freche Mädchen mit den roten Zöpfen verwandeln wird sich in den Aufführungen Judith Brink. So intensiv färben lassen möchte sie ihr dunkelblondes Haar für die Rolle aber lieber nicht. »Wir haben uns darauf verständigt, dass ich eine Perücke trage«, sagt sie. Und die aufgeschminkten Sommersprossen lassen sich anschließend ja leicht wieder abwaschen.

Als Abendstück gespielt wird in diesem Jahr zusätzlich die Krimikomödie »Aufstand im Haus Abendsonne«. Hier führt wieder Willy Hövelborn Regie, der seit 1992 aktiv dabei ist.

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