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24. Paderbau eröffnet – Kripo ermittelt wegen Brandstiftung

Plattform für das Handwerk

Paderborn (WB). Aufregung zum Auftakt der Paderbau: Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag im Bereich der Halle 6 gezündelt. Der Schaden geht in die Tausende. Aber Handwerker wären nicht Handwerker, wenn sie diesen Schaden nicht innerhalb kürzester Zeit wieder behoben hätten.

Ingo Schmitz

Handwerk zum Anfassen: An diesem Stand präsentiert sich der Farbenhersteller Sto SE Co & KGaA. Mit im Bild sind Dietmar Ahle, Michael Siering (Anwendungstechniker), Markus Halsband, Marita Ikemeyer sowie Christoph Walecki. Foto: Besim Mazhiqi

»Ein Brandanschlag! So etwas hat es noch nie gegeben«, ist Malermeister Dietmar Ahle geschockt. Und auch Paderbau-Projektleiter Helmut Goldschmidt ist fassungslos. Zum Glück habe der Wachdienst das Feuer schnell bemerkt und gelöscht. »Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich der Brand in dem Zelt weiter ausgebreitet hätte«, meint Ahle. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Die zerstörten Stellwände wurden entsorgt und das Loch im Zeltdach abgedichtet. Besucher werden davon kaum was merken.

Ungeachtet dieses Zwischenfalls ist die 24. Paderbau ein sehenswertes Event geworden. Da sind sich nicht nur die Veranstalter, sondern auch die Vertreter aus Politik, Handwerk, Wirtschaft und des PBSV einig. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier verwies auf den großen Baubedarf und die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt durch die Konversion. Das gelinge aber nur gemeinsam mit dem Handwerk, betonte er.

Lob sprach Landrat Manfred Müller für das diesjährige Sonderthema »Gartenträume« aus. Gleichzeitig appellierte er an die Hausbesitzer, ihre Gärten naturnah zur gestalten – für mehr Lebensraum für Tiere und ganz im Sinne der Artenvielfalt. Der Kreis werde dazu noch eine Kampagne starten, kündigte Müller an und verwies darauf, dass man auch in der Stadt einen Beitrag zur naturnahen Gestaltung liefern könne.

Stellvertretender Kreishandwerksmeister Michael Friemuth lobte die Paderbau als eine hervorragende Plattform für das Handwerk. Wenn es um gestalten, erhalten und schützen gehe, könne man sich hier bestens informieren.

Jürgen Behlke, Chef der IHK in Paderborn, stellte fest, dass diese große Baumesse das Gegenteil des Online-Handels sei. Hier würden den Verbrauchern nicht nur Lösungen präsentiert, sondern auch die Möglichkeit gegeben, sich vor Ort zu entscheiden.

Unter den 200 Ausstellern sind in diesem Jahr 45 neue vertreten. Dazu gehört das Unternehmen Oxiegen aus Bad Lippspringe. »Uns ist es wichtig den Besuchern zu zeigen, welche Produkte wir entwickeln und herstellen«, sagt Inhaber Heinfried Watermann. Zahlreiche innovative Baustoffe rund ums Abdichten hat er vor Ort. Neu im Programm ist zum Beispiel eine Trittschallmatte für Fliesen, Laminat und Parkett, die aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird. »Wir erreichen damit eine Verbesserung um 22 Dezibel. Das ist gewaltig«, stellt Watermann klar. Im vergangenen Jahr hat die Firma ein neues Mischwerk in Betrieb genommen.

64 Fachvorträge werden an diesem Wochenende auf der Paderbau gehalten. Schwerpunktmäßig geht es dabei unter anderem um die Energie-Experten – einem Zusammenschluss aus 30 Firmen, die sich ein Ziel gesetzt haben. »Wir wollen das energetische Bauen in den Fokus rücken«, berichtet Igor Wispler. Mehr zur Paderbau auf einer weiteren Lokalseite.

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