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Joris Kleine aus Schloß Neuhaus bei Kopfrechen-Europameisterschaft

Platz sechs bei der EM

Paderborn (WB). Joris Kleine aus Schloß Neuhaus ist Mitglied eines Schülerteams aus OWL, das an der Kopfrechen-Europameisterschaft der Junioren in Basel teilgenommen hat. Bei seiner ersten Teilnahme platzierte sich der zehnjährige Schüler aus Schloß Neuhaus auf Platz sechs.

Joris Kleine aus Schloß Neuhaus lernte bei der Kopfrechen-Europameisterschaft auch den mehrfachen Weltmeister Dr. Dr. Gerd Mittring kennen. Foto:

Seine bemerkenswerte Leistung, kommentiert er bescheiden: »Ich bin zufrieden mit dem, was ich erreicht habe.«

Zunächst hatte er sich über die Aufgabenformate informiert und in OWL auf die Meisterschaft vorbereitet. Plus- und Minusaufgaben, Multiplikation von zwei und dreistelligen Zahlen sowie gemischte Aufgaben im Kopf zu lösen, erfordert hohe Konzentration und Rechenkompetenz, um geschickt zu bündeln, Rechenvorteile zu erkennen und zu nutzen.

Völlig neu war für Joris das Kalenderrechnen, bei dem zu einem gegebenen Datum der Wochentag ermittelt werden muss. Ein weiteres Aufgabenformat war das Ziehen der Kubikwurzel aus einer sechsstelligen Zahl.

Teilnehmer diskutieren Lösungsstrategien

Die Gruppe wohnte während der Meisterschaft in einer Jugendherberge. Zunächst gab es einen Einstufungstest für die vorbereitenden Workshops, die an den folgenden Tagen vom elffachen Weltmeister und Weltrekordhalter Dr. Dr. Gerd Mittring aus Bonn und dem Schweizer Rechenmeister Pascal Kaul aus Winterthur angeboten wurden. In diesen stellten die Teilnehmer ihre Lösungsstrategien vor und diskutierten diese. Dabei lernte Joris von anderen Teilnehmern und den Workshopleitern neue Rechenwege kennen, die zum Teil aus der vedischen Mathematik stammen. Joris kann das Produkt aus zwei zweistelligen Zahlen im Kopf ohne weitere Hilfsmittel berechnen.

Zudem gab es ein interessantes Freizeitprogramm mit einem Vortrag über die Funktionsweise des Gehirns und eine Führung durch das Baseler Münster, bevor die die Meisterschaft mit einer zweistündigen Klausur in der Swiss international School in Basel begann. Joris hatte eine gute Strategie gewählt, um die 15 Seiten mit Aufgaben so zu bearbeiten, dass er möglichst viele Punkte erzielen konnte. In der Altersklasse der Acht- bis Elfjährigen gingen die ersten drei Plätze an Teilnehmer aus Belgrad, die dort statt Sportverein oder Musikschule eine Abakusschule besuchen. Joris Kleine belegte in der starken Konkurrenz Platz sechs.

Joris bedankt sich bei der Ravensberger Erfinderwerkstatt für die Vorbereitung und Durchführung der Fahrt zur EM in Basel und der Osthushenrich-Stiftung, die das Projekt der Schülergruppe aus OWL mit mehr als 2000 Euro unterstützt hat.

Joris Kleine überlegt, ob er am 22. Juni in OWL bei der Widukind Rechenmeisterschaft antritt antritt und sich für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft der Junioren im September in Bielefeld bewirbt.

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