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Abgesehen vom Coronavirus: Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten im Kreis Paderborn

Positive Nebenwirkungen der Hygienemaßnahmen

Paderborn

Im Corona-Jahr 2020 ist im Kreis Paderborn durch die Hygienemaßnahmen ein deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten festzustellen. In der Summe waren, ohne Berücksichtigung des Coronavirus, 37,6 Prozent weniger Nachweise gemeldet worden.

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Das Händewaschen ist eine der in Zeiten der Coronapandemie angewandten Hygienemaßnahmen, die „nebenbei“ für den Rückgang anderer Infektionskrankheiten sorgen. Foto: imago

Laut einer Analyse der DAK-Gesundheit von Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) gingen Norovirus-Infektionen um 70,4 Prozent zurück. Diese sich gerade in Gemeinschaftseinrichtungen rasch verbreitende Erkrankung wurde im vergangenen Jahr somit deutlich weniger gemeldet. Aber auch sogenannte Kinderkrankheiten kamen weniger oft vor. Windpocken gingen um 63,5 Prozent zurück, Erkrankungen durch Rota-Viren sogar um 81,4 Prozent.

Die Gründe für den Rückgang sieht die Krankenkasse vor allem bei den Corona-Maßnahmen der Regierung, die auch einen Einfluss auf die Übertragung von anderen Krankheiten gehabt haben. „Der positive Effekt bei den Ansteckungen zeigt, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie prinzipiell wirken. Die Übertragung vieler anderer gefährlicher Krankheiten wurde so verhindert“, sagt Heinz Steffens von der DAK-Gesundheit für den Kreis Paderborn. „Die Maßnahmen wie etwa Schul- und Kitaschließungen, Homeoffice, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Handhygiene haben beispielsweise die Übertragung von Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen verhindert und damit insgesamt einen positiven Einfluss.“

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