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Auch Hausärzte impfen jetzt: Dr. Rudolf Jopen, Vorsitzender des Praxisnetzes Paderborn, zieht erste Bilanz

„Praxen arbeiten flexibel und zeitnah“

Paderborn

Jetzt sind auch die niedergelassenen Ärzte in die Durchführung der Corona-Impfungen einbezogen worden. Dr. Rudolf Jopen, Vorsitzender des Praxisnetzes Paderborn, spricht in diesem Zusammenhang von einem „spürbaren Aufatmen“ und zieht eine erste Bilanz.

wn

„Auch wenn das Impfzentrum in Salzkotten wegen seiner guten Arbeit immer wieder gelobt wurde, hörten wir Hausärzte trotzdem von unseren Patienten oft die Frage, ob und wann sie denn auch bei uns geimpft werden könnten.

Am Osterdiensttag war es so weit: Je Hausarzt konnten zwei bis drei Dutzend Impfdosen der Firma Biontech geliefert werden. Überraschend standen auch für die Stadt Paderborn 3000 Dosen von dem zu Unrecht verschmähten Impfstoff der Firma Astrazeneca für Personen über 60 zur Abholung bereit. Der Andrang Impfwilliger auf die Praxen war riesig. Der nun zu Tage tretende Einfallsreichtum der Praxen zur Bewältigung dieser komplexen Aufgabe (Terminmanagement per Telefon, E-Mail oder Internet, bürokratische Bedingungen, Personalinstruktionen) zeigte, wie flexibel und zeitnah Betriebe arbeiten können, die privat geführt werden.

Ab der 16. Kalenderwoche wird nun neben dem Impfstoff von Biontech auch der von Astrazeneca offiziell geliefert. Ab der 17. Kalenderwoche war der von Johnson & Johnson vorgesehen, dessen Start sich nun doch leider verzögert, weil ähnliche Fragen aufgetaucht sind, wie wir sie von dem Astrazeneca-Impfstoff kennen. Leider ein erneuter Rückschlag bei dem Ziel, spätestens im Mai nun richtig durchstarten zu können.

Da im Unterschied zur Grippe-Impfung das Impf-Interesse sprunghaft ansteigt, wird es auch in den Praxen vereinzelt zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von Impfwünschen kommen, wofür wir schon jetzt um Verständnis bitten. Hinweisen möchten wir auch darauf, dass ein maximaler Impfschutz erst mit einer zweiten Impfung erreicht wird. Nach der ersten ist aber bereits nach circa drei bis vier Wochen so viel Schutz gewährleistet, dass eine ernste Erkrankung an Covid-19 sehr unwahrscheinlich ist.

Bleibt die Hoffnung, dass es mit den immer besser werdenden Rückverfolgungsmöglichkeiten dank Luca-App und den Bürgertestungen gelingt, die Inzidenz im Kreis Paderborn bald wieder unter 100 zu drücken, so dass Paderborn als Corona-Modellregion die geplanten Maßnahmen wie das Öffnen von Sportstätten erproben kann.“

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