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110 Teilnehmer am Samstag in der Paderborner Innenstadt

Protest gegen Abschiebehaft

Paderborn (WB). Es ist das Wochenende der Kundgebungen und Demonstrationen: Während am Samstag in der Paderborner Innenstadt die Wahlkämpfer unterwegs waren, kam es am frühen Nachmittag zu einer angemeldeten Demonstration gegen die Abschiebehaftanstalt in Büren. Dabei kamen nach Angaben der Polizei 110 Teilnehmer zusammen – ohne Zwischenfälle und ohne Verstöße gegen die bestehenden Corona-Regeln, wie die Pressestelle mitteilt.

Am Samstag ist in Paderborn gegen die Abschiebehaftanstalt in Büren demonstriert worden. Foto: Polizei Paderborn

„Am 30. August 1999 starb Rachid Sbaai unter bis heute nicht endgültig geklärten Umständen in einer Isolationszelle in der Abschiebehaft Büren. Seitdem erinnern am 30.8. eines jeden Jahres Menschen an die Opfer der Abschiebemaschinerie“, heißt es in einer Presseerklärung des Vereins Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren.

Neben einer Kundgebung gegen die „inhumanen Haftbedingungen hinter den Mauern des Gefängnisses“ gab es auch die Demonstration in der Paderborner Innenstadt.

Die Demonstration sei ohne Zwischenfälle abgelaufen, berichtet die Polizei. Zeitweise sei es allerdings zu kurzen Sperrungen am Westerntor, Le-Mans-Wall, Liboriberg und Kasseler Tor gekommen. Auch der Busdorfwall in Richtung Kasseler Tor sei „für wenige Minuten gesperrt“ worden. Zu größeren Verkehrsbehinderungen sei es nicht gekommen.

An diesem Sonntag plant die AfD außerdem eine Kundgebung an der Herz-Jesu-Kirche. Um 17 Uhr beginnt am Paderborner Rathaus die Gegendemonstration des Bündnisses gegen Rechts.

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