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René Marik lässt es in Paderborn knallen

Quatsch vom Allerfeinsten

Paderborn (WB). Nicht zum ersten Mal hat René Marik in Paderborn seine Puppen auf die große Showbühne gebracht. Erneut ist es dem Künstler am Freitag auf seine ihm ganz eigene Art gelungen, die zahlreichen Erwachsenen für sein extravagantes Puppenspiel zu begeistern. Kurz: eine Show der Extraklasse – und garantiert nichts für Kinder.

Seine Puppen haben eine Menge zu sagen: Mit zum Teil absurden Dialogen unterhält Rene Marik das Publikum, das sich vor Lachen biegt. Zu den Hauptakteuren gehören Frosch Falkenhorst, Maulwurf und Kalle der Eisbär. Fotos / Collage: Ingo Schmitz Foto:

Es war die 13. Vorstellung in der aktuellen Kabarett-Reihe »Paderborn macht Ernst mit lustig«, die das Kulturbüro OWL aufgelegt hat. Seit zwei Wochen schon läuft das Festival, das zahlreiche Größen der Kabarett- und Comedy-Szene an die Pader geholt hat. Diesmal ging es um ganz kleine Lebewesen, denen auf besonders lustige Art und Weise Leben eingehaucht wurde.

Schräge Charaktere, irrwitzige Dialoge und Anleihen bei den ganz großen Dramatikern: Das war die Mischung, die dem Publikum schmeckte. In theatralischer Form eröffnet René Marik den Abend, der nicht nur ein »Best of«, sondern noch viel mehr präsentiert.

Schnoddriger Eisbär lästert über Marik

Und da darf natürlich Kalle, der schnoddrige Eisbär, nicht fehlen. Innerhalb weniger Minuten schafft es die handgroße Plüschfigur das Publikum in Ekstase zu versetzen und gleich seinem Erfinder kräftig eins mitzugeben: »Der Typ (gemeint ist Marik, der hinter der schwarzen Wand steht und die Figur bewegt) ist fast 50 und spielt immer noch mit Puppen.« Unfassbar frech! Aber dem Publikums gefällt’s...

Keine Frage: Auch der kleine, nuschelnde Maulwurf mit seiner Blindenbinde hat seinen großen Auftritt, wenn er Shakespear zitiert oder als Faust um Gretchen – dargestellt von einer Barbie-Puppe – wirbt. Das Publikum ist hin und weg. Nicht zuletzt sorgt der Kuss zwischen dem missverstandenen Froschkönig Falkenhorst und Maulwurf für Begeisterung.

Kurzum: Die schrägen Charaktere sind der Brüller. Das Publikum erlebt einen kurzweiligen Abend, bei dem schnell die Ernsthaftigkeit des Alltags vergessen wird. Und René Marik? Hin und wieder stolpert er nach vorn auf die Bühne und schmeißt Konfetti. Carsten Hormes, künstlerischer Leiter des Kulturbüros OWL, darf zur recht stolz sein, zu den wichtigsten Förderern Mariks zu gehören.

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