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Verein spricht von Diskriminierung und verteidigt den Vorsitzenden Verani Kartum

SC Aleviten wehrt sich gegen Vorwürfe

Paderborn (WB). Nach der neuerlichen Kritik des CDU-Fraktionsvorsitzenden und Vorsitzenden des Paderborner Sportausschusses, Markus Mertens, am SC Aleviten reagiert der Verein mit einer Stellungnahme und weist die Vorwürfe zurück.

Verani Kartum ist Vorsitzender des Vereins SC Aleviten. Foto:

Die Äußerung Mertens, dass die Paderborn Dolphins die Partner des TSV Schloß Neuhaus seien, dies bei den Aleviten aber weniger gegeben sei, empfänden die Vereinsmitglieder als diskriminierend, heißt es in der Stellung­nahme, die von 20 Mitgliedern des SC Aleviten unterschrieben wurde. Mertens sehe den SC Aleviten offenbar nicht in vollem Umfang als Partner der beiden Vereine und nicht als vollwertiges Mitglied der Vereinskultur/-gemeinschaft, obwohl er alle erforder­lichen Anforderungen erfülle.

Verani Kartum fühlt sich übergangen

Zu einem Krisengespräch, bei dem das Verhalten des SC Aleviten bezüglich der Hausordnung im Hermann-Löns-Stadion Thema gewesen sei, sei der SC Aleviten nicht eingeladen gewesen. Ein solches Gespräch könne nur einberufen werden, wenn alle Beteiligten – insbesondere der „Betroffene“ selbst – darüber informiert werde.

Die Vereinsmitglieder verteidigen darüber hinaus ihren Vorsitzenden Verani Kartum: „Die mangelnde Kritikfähigkeit, welche Sie, Herr Mertens, Verani Kartum vorwerfen, mag teilweise zutreffend sein. Sie resultiert aber womöglich aus der Überzeugung und einer gewissen Portion Sturheit, die es braucht, um die Dinge, für die man kämpft und einsteht, zu verteidigen und voranzubringen.“ Die Vereinsmitglieder des SC Aleviten seien zudem sehr verwundert darüber, dass eine Vielzahl von Vereinen im Kreis bei außersportlichen Veranstaltungen Speisen und Getränke verkaufen dürften, der SC Aleviten aber nicht.

SC Aleviten sei kein geschlossenes System

„Als Vorsitzender des Ausschusses für Sport sollten Sie sich normalerweise bestens mit dem Sachverhalt im Sportrecht beziehungsweise Sportsteuerrecht auskennen, in dem es auch und gerade gemeinnützigen Vereinen ausdrücklich erlaubt ist (steuerpflichtige) Einnahmen – zum Beispiel durch den Verkauf von Speisen – zu erzielen“, schreibt der Verein an Mertens gerichtet. Dass diese Einnahmen nicht in den Zweckbetrieb eines Vereins fielen, sondern in den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, sei kein Geschäftsmodell, sondern geltende Steuerrechtsprechung und Usus im Breitensport. Die Einnahmen reichten meist nur zur Kostendeckung.

Grundsätzlich freue sich der SC Aleviten, dass die problematischen Situation am Stadion nun bewusst geworden sei. Sie müsse im Sinne aller drei Vereine gelöst werden. Ausdrücklich lädt der SC Aleviten, der auf seine zahlreichen integrativen und sozialen Aktivitäten verweist, den CDU-Fraktionsvorsitzenden persönlich ein. „Sie, Herr Mertens, sind ein gern gesehener Gast bei uns, um sich davon zu überzeugen, dass der SC Aleviten Paderborn in keinerlei Form ein geschlossenes System ist, sondern ein offenes.“

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