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Chaosbewältigung: Vielzahl der Eigentümer soll gemeinsames Konzept erarbeiten

Schäfer fordert Zusammenhalt am Lippesee

Paderborn-Sande (WB/mai). Mit einem eindringlichen Appell ruft Paderborns Tourismuschef Karl Heinz Schäfer die Grundstücksbesitzer am Lippesee dazu auf, gemeinsam praktikable Lösungen zu suchen, um das durch Besucheransturm verursachte Chaos an heißen Sommertagen zu vermeiden .

Dieser Zaun am Nordufer des Lippesees ist Anlass für Karl Heinz Schäfer Zusammenhalt der Eigen­tümer und ein gemeinsames Konzept gegen das sommerliche Chaos zu fordern. Foto: Schäfer

Anlass für seinen offenen Brief ist ein laut Schäfer „an Hässlichkeit kaum zu überbietender Zaun“ mit dem eines der Privatgrundstücke am Nordufer eingefriedet wurde. Adressiert hat der Geschäftsführer des Verkehrsvereins, der in Sande lebt, seinen Brief an die Stadt, die Schlosspark und Lippesee Gesellschaft, den Bezirksausschuss, die Lippe-See-Freizeitanlagen GmbH sowie die Sander Kommunalwahlkandidaten.

„Spätestens seit dem Sommer 2019 war klar, dass der Lippesee eine enorme Anziehungskraft auf Erholungssuchende aus Paderborn, aber auch aus den Nachbarkreisen ausübt“, schreibt Schäfer. „Tatenlos und ohne Konzept“ sei aber zugeschaut worden, wie an den heißen Wochenenden dieses Jahres immer mehr Menschen zum Lippesee „pilgerten“. Das Ergebnis: überfüllte Parkplätze, zugeparkte Rad- und Rettungswege, Menschen fast an jeder Stelle des Ufers, Berge von überall verstreutem Müll und wildes Zelten rund um den See . So sei der Lippesee für niemanden ein Ort der Erholung und der Entspannung .

Wer jetzt nach der Stadt rufe, die ihre Ordnungsbefugnis nicht ausreichend durchsetze, müsse sich darüber im Klaren sein, dass diese nur ein Eigentümer in einem „bunten Potpourri“ aus unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen sei. Der überwiegende Teil des Nordufers befinde sich in Privatbesitz. Für die „Bewirtschaftung“ zeichne die private Lippe-See-Freizeitanlagen GmbH & Co KG verantwortlich, in der sich die meisten Eigentümer der Ufer- und Seegrundstücke zusammengeschlossen hätten. Dabei handle es sich um einen Wirtschafts­betrieb, der Gewinn erzielen wolle, was auch nicht verwerflich sei. Eigentum verpflichte aber auch, erinnert der Tourismuschef. Den neuen Zaun wertet Schäfer als Zeichen der Hilflosigkeit. Er erinnert an das Lippeseekonzept und fragt, warum die Verantwort­lichen nicht schon längst zusammensitzen, um gemeinsam erste dringende Maßnahmen zur sommerlichen Chaosbekämpfung zu vereinbaren. „Aber bei einvernehmlichen Lösungen gewinnen alle.“

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