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34. Auflage vom Frankfurter-Weg-Fest in Paderborn begeistert Tausende Besucher

Schauen, shoppen, schlendern

Paderborn

Drei Jahre ist es her, dass das beliebte Straßenfest am Frankfurter Weg in Paderborn gefeiert werden konnte. Zwei Mal machte Corona den Veranstaltern des einen Strich durch die Rechnung. Doch am Sonntag meldete das Fest am Frankfurter Weg ein gelungenes Comeback.

Von Jörn Hannemann

Ein Bild wie aus vergangenen Zeiten: Tausende Menschen flanieren über den Frankfurter Weg. In den Geschäften musste erstmals keine Maske mehr getragen werden. Foto: Jörn Hannemann

Zum inzwischen 34. Mal wurde die Wirtschaftsmeile zur Fußgängerzone, wo mehr als 40 Betriebe und Firmen mit Angeboten und Attraktionen überzeugten. Tausende strömten gleich am Mittag über die für den Autoverkehr gesperrte Hauptstraße im Westen Paderborns. Ein Bild fast so wie früher...

Passend zum ersten Tag weitgehender Corona-Lockerungen öffneten beim zweiten verkaufsoffenen Sonntag am Frankfurter Weg zahlreiche Geschäfte. So war es erstmals vielerorts einem selbst überlassen, Maske zu tragen oder nicht. Etliche Kunden sah man beim Bummel in den Geschäften freiwillig mit Maske.

Der Paderborner Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann lobte bei einer kleinen Eröffnungsfeier am Morgen den Zeitpunkt der Corona-Lockerungen und verwies auf ein Zitat des Virologen Prof. Hendrik Streeck: „Wir werden mit diesem Virus leben müssen. Deshalb ist der Schritt richtig!“

„Ein Magnet für Paderborn“

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Frankfurter Weg, Ludger Glaß, blickte bei der Eröffnung auch auf die beiden vergangen Jahre zurück. „Wegen der Pandemie war es für alle eine schwierige Zeit, die vieles abgefordert hat“, betonte Glaß. Es spreche aber für die Stärke der Kaufmannschaft am Frankfurter Weges, dass keine Insolvenzen aufgetreten wären. Besser noch: „Unsere Mitgliederzahl ist sogar noch gestiegen! Wir haben also neue Firmen, die sich hier niedergelassen haben.“ Die traditionsreiche Handelsstraße sei und bleibe „ein Magnet für Paderborn“.

Im vergangenen Jahr seien am Frankfurter Weg drei Elektrozapfstellen neu entstanden, damit Kunden während des Einkaufens ihre Wagen laden können. Hinzu komme eine weitere E-Tankstelle am Grünen Weg. „Alles von einzelnen Firmen – ohne Zutun der Stadt“. Was sich schön anhöre, so Glaß, habe aber auch eine Schattenseite. „Das alles ist ein reines Zuschussgeschäft und nur vorfinanziert von den Firmen. Gewinne seien frühestens in drei oder vier Jahren zu erwarten“, so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft.

Traktoren statt Feuerwehr und THW

Für Bürgermeister Michael Dreier spreche die 34. Auflage des Festes am Frankfurter Weg für die Kontinuität des Wirtschaftsstandortes Paderborn und seinen starken Unternehmen. Im Vorfeld seien viele Gespräche gemeinsam mit allen Akteuren geführt worden, die zum Gelingen beigetragen hätten. Die Stadt nutzte das Fest auch um über den Umbau der benachbarten Bahnhofstraße und den Neubau der Brücke mit Plänen zu informieren, ein Angebot das viele Interessierte laut Verwaltung dankbar angenommen hätten.

Ob Autos und Fahrräder, Möbel, alles für Babys oder das große Sortiment in Baumärkten – für die Besucher gab es am Sonntag viel zu entdecken. Beliebte Attraktion für Kinder war eine Sommerrodelbahn oder eine Fahrt in einem der Karussells, worüber sich die von den Corona-Lockdowns arg gebeutelten Schausteller fast noch mehr freuten. Die beliebten Aktionen und Vorführungen von THW und Feuerwehr mussten wegen der nach wie vor hohen Infektionszahlen zwar vorsorglich ausfallen, dafür waren Vertreter vom Deutschen Traktorenmuseum in Paderborn mit sechs Oldtimern mehr als ein würdiger Ersatz.

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