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Boa Constrictor taucht erst am Freitagnachmittag wieder auf

Schlange im Entlüftungsrohr

Paderborn (WB). Eine Schlange ist in der Nacht auf den zweiten Weihnachtstag in ein Entlüftungsrohr eines Mehrfamilienhauses in Paderborn-Elsen gekrochen. Das Tier tauchte erst am Freitagnachmittag wieder auf.

Gesucht wird eine Boa constrictor wie diese. Foto: Julia Stratenschulte/dpa (Archiv)

Gegen 1 Uhr hatte sich der Tierhalter bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass seine knapp zwei Meter lange Boa Constrictor in das Entlüftungsrohr in seinem Badezimmer gekrochen sei.

An dem Eingang des Entlüftungsrohres fehlte laut Polizei das üblicherweise angebrachte Schutzgitter.

Alle Versuche des Schlangenbesitzers, das Tier wieder zurückzuholen, waren bis dahin gescheitert. Beim Eintreffen der Polizei, so die Behörde, lugte nur noch ein kurzes Stück des Schlangenschwanzes aus dem Rohr. Auch die Bemühungen der Rettungskräfte, das Tier aus dem dünnen Schacht hervorzuholen, misslangen.

Auch Reptilienfachmann scheitert

Während des etwa dreistündigen Einsatzes hatte sich die Boa laut Bericht in dem Entlüftungssystem gedreht und war zwischendurch einige Zentimeter mit dem Kopf voran aus dem Loch gekrochen. Aber auch einem hinzugezogenen Reptilienfachmann gelang es nicht, die Schlange wieder aus dem Rohr zu ziehen, ohne das Tier dabei zu verletzten, so dass in der Nacht der Einsatz zunächst unterbrochen wurde.

Die Bewohner im Haus wurden über die Situation informiert. Eine Gefahr, dass die Schlange in andere Wohnungen  gelangte, konnte laut Polizei ausgeschlossen werden, sofern alle Entlüftungsrohre ordnungsgemäß mit einem Gitter versehen sind.

Am Freitagmorgen waren Feuerwehr und Polizei wieder in die Antoniusstraße gefahren, um einen erneuten Versuch zu unternehmen, die Schlange, die sich üblicherweise  von kleinen Tieren ernährt, aus dem Entlüftungsrohr zu holen. Aber  auch diesmal konnte das braun-schwarze acht Jahre alte Tier nicht zurückgeholt werden

Schlange braucht Wärme

"Da für Menschen zu keiner Zeit eine Gefahr bestand", so heißt es in einer Behördenmitteilung, entschieden sich Feuerwehr und Polizei am Vormittag, den Einsatz erneut zu unterbrechen. Dem Tierhalter wurde aufgetragen, das  Badezimmer gut zu heizen und Futter bereitzulegen, um das trächtige Tier anzulocken.

Sollte die Schlange stattdessen den anderen Weg wählen, würde es auf dem Dach das Entlüftungssystem verlassen können. In diesem Fall hätte es auf Grund der geringen Außentemperaturen aber kaum eine Überlebenschance, teilt die Polizei mit.

Entwarnung kommt gegen 16 Uhr am zweiten Weihnachtstag

Gegen 16 Uhr meldete sich schließlich der Besitzer und teilte mit, dass das Reptil aus dem Schacht ins Badezimmer zurückgekehrt ist. Nach erster Einschätzung ist das Tier unverletzt.

Das Kreisveterinäramt werde nun die artgerechte Haltung des Tieres vor Ort überprüfen, hieß es.

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