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Streit zwischen zehn Jugendlichen in Paderborn-Sennelager – weitere Zeugen gesucht

Schreckschusswaffe sichergestellt

Paderborn-Sennelager

Nach Streitigkeiten zwischen Jugendlichen in Sennelager hat die Polizei sieben Beteiligte mit auf die Wache nach Paderborn genommen und eine Schreckschusswaffe sichergestellt.

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Die Paderborner Polizei wurde zu einem Streit zwischen zehn Jugendlichen nach Sennelager gerufen. Foto: Jörn Hannemann

Am Dienstagabend gegen 18.15 Uhr meldete sich eine Zeugin bei der Polizei in Paderborn und teilte mit, dass es auf dem Parkplatz des Schützenplatzes an der Bielefelder Straße zu Streitigkeiten unter Jugendlichen gekommen war. Einer der etwa zehn jungen Männer sollte dabei auch eine Schusswaffe gezeigt haben.

Bei Fluchtversuchen einen Zaun beschädigt

Daraufhin wurde sofort ein großes Polizeiaufgebot eingesetzt. Noch als diese auf der Anfahrt waren, beobachtete die Zeugin, dass sich die Gruppe zu Fuß über die Bielefelder Straße in Richtung Paderborn entfernte. Als der erste Streifenwagen eintraf und die Jugendlichen diesen bemerkten, flüchteten sie in unterschiedliche Richtungen. Dabei wurde der Zaun zu einem Privatgrundstück beschädigt.

Durch intensive Fahndungsmaßnahmen und aufmerksame Passanten, die der Polizei mit Hinweisen und tatkräftiger Unterstützung zu Hilfe kamen, konnten schließlich sieben männliche Jugendliche – alle im Alter zwischen 13 und 16 Jahren – trotz mehrerer Fluchtversuche aufgegriffen werden.

Verstoß gegen das Waffengesetz

Alle wurden zwecks weiterer Maßnahmen zur Polizeiwache nach Paderborn gebracht. Hier wurden auf richterliche Anordnung die Mobiltelefone der Tatverdächtigen ebenso wie eine aufgefundene Schreckschusswaffe sichergestellt. Es wurden Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Sachbeschädigung sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung gefertigt. Im Anschluss wurden die Jugendlichen ihren Erziehungsberechtigten übergeben.

Darüber hinaus bittet die Polizei aber noch zwei Zeugen, sich unter Telefon 05251/3060 zu melden: Eine etwa 65-jährige Frau hatte sich vor Ort an die Beamten gewandt und Angaben zu einer Bedrohung ihrer Tochter durch die Jugendlichen gemacht. Bevor ihre Personalien festgestellt werden konnte, war die Frau bereits weitergegangen. Weiterhin wird der Passant, der einen der tatverdächtigen Jugendlichen festgehalten und den Beamten übergeben hat, gebeten sich zu melden.

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