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Land will Paderborner Zeitarbeitsfirma Personalkosten für 79 Mitarbeiter in Quarantäne nicht erstatten

„Sind Opfer des Tönnies-Skandals“

Paderborn/Rheda-W...

Im Zuge des Corona-Ausbruchs bei Tönnies droht ein Paderborner Unternehmen, auf rund 60.000 Euro an Personalkosten und Sozialab­gaben für Mitarbeiter in Quarantäne sitzen zu bleiben. 79 Beschäftigte der Zeitarbeitsfirma PPS leben zum Teil in den Wohnblöcken, die aufgrund des Corona-Ausbruchs bei Tönnies im Juni und Juli vom Kreis Gütersloh komplett unter Quarantäne gestellt wurden. „Mit dem Unterschied, dass unsere Mitarbeiter weder bei Tönnies, noch bei einem der Subunternehmen des Konzerns eingesetzt werden“, sagt PPS-Personaldisponent Bennet Schlepper.

Maike Stahl

Stefanie Müller und Bennett Schlepper können es nicht fassen, dass alle 105 Erstattungsanträge für ihre Mitarbeiter vom LWL abgelehnt wurden. Foto: Maike Stahl

Wird gegenüber einem Beschäftigten eine Quarantäneanordnung erlassen, erstattet das Land über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe die entsprechenden Personalkosten. Eine Ausnahme stellt der Fall Tönnies dar. Weil beim Einsatz der Arbeitnehmer Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften, insbesondere Hygienevorgaben, verletzt worden seien, liege in diesen Fällen kein Erstattungsanspruch vor, begründet das Land seine Rechtsauffassung.

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